Die Geschichte Løkkens

Strand Fanø Wir starteten einen Barfußgang am Strand entlang nach Løkken rein. Sowohl auf Rømø als auch auf Fanø (Foto) bestanden die Strände, wie wir schon erzählt haben, aus bis zu mehreren hundert Metern breiten betonharten Sandflächen, die großflächig mit Fahrzeugen befahren werden können. Für das, was z. B. Kinder an einem Strand tun, nämlich buddeln, Burgen bauen, Wassergräben ziehen, bleibt nur ein kleiner Bereich direkt am Wasser. Es sind sportlich dominierte Strände oder man liegt, wenn man keine sportlichen Ambitionen hat, direkt neben seinem Auto in der Sonne. Wer es etwas “kuscheliger” möchte, bleibt gleich am Dünengürtel stehen, hat dann aber einen elendig weiten Weg zum Meer. Seestern in FahrspurHier in Løkken ist das ganz anders. Die gesamte Strandbreite besteht aus diesem wunderbaren feinen Sand, nur ganz dicht am Meer, wo der Sand normalerweise sowieso fester ist, gibt es eine Fahrspur in der Breite eines PKWs. Die Leute, die mit ihrem Auto auf dem Strand bleiben wollen, müssen die Fahrspur an der auserwählten Stelle natürlich verlassen und später darauf hoffen, dass sie aus dem weichen Sand wieder herauskommen. Bei einigen hatten wir da so unsere Zweifel!

Bunker Nach kurzer Zeit wurden wir unvermutet mit der Geschichte Løkkens konfrontiert! Auf Fanø waren wir ja schon erstaunt gewesen über die vielen Bunker im Dünengürtel. Wir sind Nachkriegskinder, natürlich informiert über die Geschehnisse des 2. Weltkrieges und wir haben auch schon den einen oder anderen Bunker gesehen, sogar aus der Nähe. Aber so etwas noch nie! Die Bunker auf dem Strand sehen von großer Entfernung so aus, als ob ein Riese gewürfelt hätte und der Beton zufällig so gelandet wäre. Die Bunker wurden ursprünglich in den Dünen der Steilküste errichtet. Hier in Løkken ist das Abspülen des Sandes durch die Nordsee am deutlichsten zu sehen und so landeten die Bunker einer nach dem anderen auf dem Strand. Teilweise wurden die Zugänge vermauert, häufig wurden jedoch kleine Eingänge in die Vermauerungen hineingestemmt. Viele der Anlagen sind mit farbigen Graffitis übersät. Auf denen, die nur noch aus Fundamenten bestehen, sonnen sich Bikinischönheiten. Neben den großen nutzen Menschen den Schatten. Oder man setzt sich gleich mit seinem Strandstuhl in den Eingang. Wir wagten uns nur ein Stück weit hinein und es gruselte uns. Eine eigenartige Mischung aus Abscheu, Faszination, Neugierde und den Gedanken, was hier vor mehr als 70 Jahren wohl passiert sein mag.

BunkerBunkerBunkerBunkerBunkerBunkerBunker

Da tat dann etwas Alternativkunst richtig gut!

Strandkunst

BadehäuschenAber zum Glück hat Løkken auch heitere Seiten! Als da wären die 500 strahlend weißen Badehäuschen, die jeden Sommer an den Strand gekarrt werden, in Privatbesitz sind und unterschiedlich liebevoll ausstaffiert werden.

Und die Fischerboote, die hier noch per Seilwinden und Raupenschleppern auf den Strand und wieder ins Meer zurückgezogen werden.

Fischerboote an LandFischerboote an LandFischerboote an Land Fischerboote an Land

Das Städtchen selbst ist, so wie Blokhus, ein typischer Nordsee-Ferienort. So wie überall, nur auf dänisch. Das Eis war leider nicht so gut! Aber schöne Häuser gibt es.

Bryghusehemalige Fischerhäuser Reetdachhaus auf der K(l)ippe

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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