Cape Forchu Lighthouse

Cape Forchu Lighthouse Wir brauchten mal wieder einen Ruhetag. Außerdem gefiel es uns auf dem Campground “Camper’s Haven”. Leider war das Wetter nicht mehr so schön sonnig und warm wie am Vortag (das wechselt hier von Tag zu Tag), aber wir fuhren trotzdem oder gerade deswegen ein wenig “in’s Blaue”. Das Wahrzeichen der Gegend ist das Cape Forchu Lighthouse, eine etwas ungewöhnliche Konstruktion. Gebaut wurde es 1840 in traditioneller Bauweise, da vor dem Kap viele Schiffe havarierten. 1962 ersetzte man den beschädigten Leuchtturm mit einem in “Apple Core” (Apfelkern(gehäuse)) Bauweise und aus Beton errichteten. Ich habe mal gegoogelt, was denn wohl eine Apple-Core-Bauweise ist und fand die unterschiedlichsten Bezeichnungen für das abgegessene Überbleibsel eines aus der Hand verspeisten Apfels.

Cape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu Lighthouse

Ob man den Leuchtturm nun schön findet oder nicht, ist reine Geschmacksache. Ich bevorzuge die traditionelle Bauweise. 😉 Das Gelände rundherum ist im Stil einer großen Picknickanlage angelegt, mit vielen Bänken und vielen erklärenden Schautafeln. Und natürlich ist der Blick überall grandios! Das Gestein hier ist nicht mehr Granit, sondern überwiegend Schiefer. Leider schien die Sonne nicht, sonst hätten wir bestimmt ganz “schillernde” Fotos machen können.

Cape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu LighthouseCape Forchu Lighthouse

Zumindest hat Uschi sich bemüht, noch ein Highlight zu setzen!

Uschi relaxedUschi relaxed

Bei der Nummer 3 oben auf der Karte waren wir auch noch, aber davon haben wir keine Fotos. Das Wetter ermutigte nicht mehr dazu, es war zwar trocken, wurde aber immer nebliger. Wie überall hier in der Gegend waren die Straßen gesäumt von gepflegten, oft schon “manikürten”, Grundstücken und schönen Holzhäusern. An vielen dieser Häuser klebt ein großer Stern, mal blau, mal weiß, mal in der Farbe des Hauses oder darauf abgestimmt. Wir konnten uns die Bedeutung nicht erklären, dachten zuerst an eine bestimmte Religionszugehörigkeit. Aber nein, dieser Stern besagt, dass in dem betroffenen Haus Abkömmlinge der ersten französischen Siedler leben. Die kamen schon 1604 und lebten mit dem schon seit Jahrhunderten hier ansässigen Volk der Mi’kmaq während der nächsten 150 Jahre friedlich zusammen. Innerhalb des entstehenden “New France” bildete sich die Gruppe der “Akadier” in den Gegenden Nova Scotia, New Brunswick, Prince Edward Island und einem Teil von Maine sowie Québec. Während des Krieges von 1754-1763 (French and Indian War) wurden geschätzt 11500 von ihnen von den Briten deportiert, ein Drittel davon starben. Einigen gelang es, sich nach Louisiana abzusetzen, die meisten wurden nach Frankreich gebracht. Viele von ihnen oder ihre Nachfahren kehrten später zurück.

Holzhaus

Wir fanden ein hübsches kleines Café französischen Stils und freuten uns, richtig guten Café au lait zu bekommen. Am Nachbartisch saßen zwei Männer und unterhielten sich in einer für uns absolut unverständlichen Sprache. Es hörte sich an wie eine Mischung aus Englisch und Französisch. Und tatsächlich gibt es die Sprachvariante Acadian French, abgeleitet von Canadian French, abgeleitet vom Ursprungsfranzösisch. Inzwischen gibt es eine weitere Unterkategorie, “Chiac”, aber auch einen Dialekt von amerikanischem Englisch, genannt Cajun English. Das ist also ungefähr so wie der Unterschied zwischen Hochdeutsch und Switzerdütsch. Kein Wunder, dass wir nichts verstanden haben! Verwirrtes Smiley

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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