Burntcoat Head

Die nächste Attraktion lag schon nach kurzer Zeit auf unserer Route bis zum Burntcoat Head, nämlich der hübsche Leuchtturm von Walton. Gebaut 1873 und der letzte mit Holzschindeln verkleidete Leuchtturm des Landes.

Walton LighthouseWalton LighthouseWalton LighthouseWalton Lighthouse   

Burntcoat Head Das/der (?) Burntcoat Head ist ein kleiner “Pickel” ins Minas Basin. Dort wurde mit 16,27m der bislang höchste Tidenhub der Welt gemessen. Im Tidal Interpretation Center im dortigen Lighthouse erfährt man alles über die gewaltige Kraft der Gezeiten und ihren Einfluss auf die bizarre Küstenlandschaft.

Burntcoat Head LighthouseBurntcoat Head LighthouseBurntcoat Head LighthouseBurntcoat Head Lighthousewer kommt mit Kaffee???  

Das eindrucksvollste Erlebnis bietet ablaufendes Wasser, wenn nach und nach die Auswaschungen und Unterhöhlungen an den roten Felsen der Küste sichtbar werden und ein breiter, steiniger Strand voller Tümpel und ungewöhnlicher Felsgebilde freigelegt wird.

Burntcoat HeadBurntcoat HeadBurntcoat Head  

Diese Insel gehörte bis 1913 noch zum Festland und auf ihr stand der erste Leuchtturm von 1855. Durch die Gezeiten wurde sie abgetrennt und man errichtete einen neuen Leuchtturm an der jetzigen Stelle.

Burntcoat Head

Wir fuhren weiter am Minas Basin entlang gen Osten. Kurz vor dem Ende überquert die Straße den Shubenacadie River, Nova Scotias größten Fluss. Der ist, wie alle Flüsse rund um die Fundy Bay ein Tidenfluss (herzliche Grüße an die Oste!!!). Bei Flut drückt das Meerwasser mit einer solchen Geschwindigkeit in das Landesinnere, dass sich auf dem Fluss eine riesige Welle bildet, die tidal bore, eine mächtige Gezeitenwelle. Mit motorbetriebenen Schlauchbooten wird bei passender Tageszeit Wellen reiten veranstaltet, professionell und gegen Bezahlung. Die Intensität dieses feuchten Abenteuers hängt vom Höchststand der Gezeiten ab. Das Phänomen einer bore oder Gezeitenwelle gibt es nur an wenigen Stellen weltweit. Die Welle entsteht an der Mündung eines relativ flachen Flusses in einen Meeresarm mit extrem hohen Tidenhub. Wenn die Flut in die Bay of Fundy drückt, steigt das Wasser in den Seitenarmen in 3,5 Stunden auf bis zu 16m an! Das Meerwasser schiebt sich über das Wasser des Flusses, wobei sich an den Sandbänken des Flussbettes durchaus mehrere Meter hohe Wellen und Turbulenzen bilden können. Wir waren zur falschen Zeit dort, das Wasser des Shubenacadie River floss träge und ockerfarben vor sich hin, in die verkehrte Richtung.

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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