Über die “kleine” Grenze

gefahrene Route Nova Scotia Nein, Kanada haben wir noch nicht verlassen, auch die Fundy Bay nicht. Nur Nova Scotia haben wir eingetauscht gegen New Brunswick. Auf der von Uschi erstellten Übersichtskarte könnt ihr unsere Route sehen, wie geplant sind wir immer an der Küste (soweit möglich) entlang um einen großen Teil Nova Scotias herumgefahren. Den noch fehlenden nordöstlichen Teil “machen” wir im Herbst, außerdem die Prince Edward Island und Cape Breton Island, pünktlich zum Indian Summer. Unterteilt haben wir die Strecke in 9 Teiletappen mit insgesamt 1.159km. 😉 Ja, wir wissen, dass andere das in zwei Tagen auf einer A…backe abreißen, aber die haben dann auch nichts gesehen und erlebt. Station gemacht haben wir an 10 verschiedenen Campgrounds, zwischen einer Nacht und 7 Nächten (Five Islands).

Hier in New Brunswick ist der französische Einfluss jetzt deutlich spürbar! Alle Schilder sind zweisprachig, fast alle Straßen heißen nicht mehr Street, sondern Rue. Es ist ein sehr vertrautes Bild, aber auch etwas verwirrend. Es gibt sogar Bürgersteige in den Ortschaften, was ansonsten absolut unüblich ist!!! Wir haben es gar nicht sofort begriffen, warum es auf einmal irgendwie anders aussah! St. MartinsBisher kommen wir aber immer noch mit englisch weiter und falls nicht, muss ich meine verschütteten Französischkenntnisse ausgraben! Meine Hoffnung, wenn schon nicht besseres Brot, so doch wenigstens eine größere Käseauswahl vorzufinden, erfüllte sich leider nicht!!! Es gibt hier Cheddar und Cheddar und Cheddar, einer langweiliger als der andere. Okay, ein wenig Brie gibt es auch. Und wenn man bereit ist, richtig viel Geld zu bezahlen, bekommt man mit etwas Glück in den größeren Supermärkten Gruyère oder Emmentaler. Alles eingeschweißt! Käsetheken wie bei uns gibt es nirgendwo, aber das wussten wir vom letzten Mal schon. Bei der Durchfahrt eines winzigen Örtchens fiel uns ein Hinweisschild auf ein Cinnemon Soul Café (Zimt-Seelen-Café) auf. Es war praktischerweise fast schon Kaffeezeit. Apple Blossom CaféZuerst erreichten wir allerdings das Apple Blossom Café (Apfelblütencafé) und Uschi fuhr kurzentschlossen auf den Parkplatz. Das stellte sich als richtige Entscheidung heraus! Eine sehr dicke, sehr freundliche ältere Frau mit Haarnetz (!) und Kittelschürze begrüßte uns und bot uns ihren Bananenkuchen an. Der sei vom deutschen Bäcker, der die gegenüberliegende Kirche gekauft hätte und dort eine Bäckerei betreibe. Heute habe er leider geschlossen, aber morgen gäbe es Black Forest Cake! Wir wollten keinen Black Forest Cake, nicht einmal von einem deutschen Bäcker, wir wollten deutsches Brot!

Apple Blossom Café Der Bananenkuchen war mit einer fetten Schicht klebrig-süßem Zuckerguss überzogen und schmeckte nicht wirklich nach Bananen. Aber der Kaffee war immerhin gut. Am nächsten Nachmittag fuhren wir, da wir in der Nähe übernachtet hatten, extra noch einmal zurück zur Kirche. Die war zu! Es hing ein Hinweisschild auf eine German Bakery an der Tür, aber leider ohne Öffnungszeiten. Da wir immer noch keinen Black Forest Cake wollten, fuhren wir zum Cinnamon Soul Café. Von außen versprach es ein besonderes Erlebnis zu werden. Wurde es auch, denn von innen war es ein besserer Schnellimbiss mit Kaffee in Plastikbechern und in Folie verpacktem Kuchen. Wir setzten uns auf die Veranda und holten uns die Kuchengabeln aus Boxi, denn so etwas Exotisches hätte es ganz bestimmt nicht gegeben. Es gab Zimtschnecken zu kaufen, die Seele war wohl schon verkauft.

Cinnamon Soul Café

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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