Unverhofft kommt…

…alle paar Minuten.

Am Donnerstag wunderten wir uns über ein ständiges lautes Hupen, Tuten, Bimmeln in unregelmäßigen Abständen oben an der Straße. Ein Zug? Eine LKW-Ausfahrt auf die Hauptstraße? Ein Schiff (es tutete auch dreimal hintereinander)? Aber der Hafen war doch weit weg, das konnte es also nicht sein. Und am Tag vorher hatten wir nichts dergleichen gehört! Uschi machte sich auf Erkundungstour und kam geheimnisvoll lächelnd wieder zurück. Sie habe eine tolle Überraschung für mich, ich solle raten. Ich hatte eine Intuition: ein Bimmelbähnchen!!! BINGO!!! Es war sogar noch viel mehr als das, nämlich ein kleines Eisenbahnmuseum auf der anderen Straßenseite. Rundherum fuhr eine Schmalspurbahn mit Diesellok und einem geschlossenen und einem offenen alten Holzwaggon.

FreilichtmuseumFreilichtmuseum

Uschi brachte Infomaterial mit und außerdem die Ankündigung einer Auto-Oldtimer-Ausstellung am Wochenende. Wir hatte sowieso bis Sonntag gebucht! Aber die Neugierde siegte, bis Samstag konnten wir nicht warten, sondern beschlossen, uns das Museum schon einmal anzuschauen. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Der Eintritt von 12 Dollar (für Rentner ermäßigt auf $10=€8,99) schloss eine Bahnfahrt 1 1/2 mal um das gesamte Gelände mit ein. Nachdem der Zug den Bahnhof Thorndike, der auf halber Strecke lag, einmal durchfahren hatte, hielt er beim zweiten Mal dort an und man konnte aussteigen und kreuz und quer durch das Freilichtmuseum zum Haupteingang zurücklaufen. Fast alles drehte sich um Eisenbahngeschichte.

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Am Bahnhof Thorndike bekam man einen schönen Einblick in frühere Zeiten.

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Aber es ging nicht nur um Eisenbahnen. Sehr liebevoll dargestellt, wurden alte Geschäfte, Gerätschaften, eine alte Tankstelle und Reparaturwerkstatt, eine Ein-Raum-Schule, eine Kirche und – das wichtigste in jedem Dorf – die Feuerwehr, präsentiert. Alles sehr klein und überschaubar, aber nett und interessant.

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Das Museum entstand 1963 durch die Privatinitiative eines 27-jährigen Mannes aus Massachusetts, dessen Familie über Jahrzehnte Mengen an Eisenbahnzubehör gesammelt hatte. Er suchte nach einer Möglichkeit, sie zu lagern und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Befreundet war er mit dem Bahnhofsvorsteher in Freeport, Maine, wo seine Familie in der Nähe ihr Sommerhaus hatte. Bei einem seiner Besuche erfuhr er, dass die Bahnlinie geschlossen werden würde und der Bahnhof zum Verkauf stand. Kurzentschlossen kaufte er ihn und das umliegende Gelände. Einen ganzen Sommer trugen er und seine Freunde massenhaft Eisenbahnteile zusammen und lagerten sie auf dem Grundstück. Bereits 1965 konnte das Museum eröffnet werden. Der Bahnhof Thorndike kam als Geschenk der Bahngesellschaft hinzu, ebenso die Schmalspurbahn mit Dampflok. Es gab schon lange keine historischen Schmalspurbahnen mehr in Maine und für die nächsten 30 Jahre blieb diese die einzige. Wir sind am Samstag dann auch mit ihr gefahren, aber davon berichten wir beim nächsten Mal!

Freilichtmuseum

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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