Fix und Boxi haben sich verabschiedet ;-(

Ja, so ist es! Kurz vor Jahresende trennte sich Uschi mit einem lachenden und einem weinenden Auge von dem treuen Gespann Big Fix & Boxi, das wir 2015 für unsere gemeinsame USA/Kanada-Reise gekauft hatten. Diese Reise in 2016 und alles, was danach kam, findet ihr auf diesem Blog, am einfachsten über das Archiv in der linken Seitenleiste.

Der Einfachheit halber werden wir kein neues Blog eröffnen, sondern hier weitermachen, im Prinzip sowieso nur, wenn Uschi allein unterwegs ist und Lust hat, etwas zu schreiben. Laut lachen
Wenn wir gemeinsam mit Oscarlotta als Verstärkung reisen, wird auch dort berichtet. In jedem Fall bekommen unsere Follower eine Benachrichtigung!

Und jetzt erzählt Uschi:
 
 
15 Monate (lange) Vorfreude, coronabedingt noch um 4 Wochen verlängert!

Die Vorgeschichte:
Nachdem ich schon 4 Jahre mit Fix und in Boxi (Nissan Navara / Kabine 240 mit Heckeinstieg und deshalb hochklappbaren Fahrradträger von der Firma Tischer) gelebt und zugegebenermaßen sehr schöne Reisen mit Ingrid und den beiden unternommen hatte, gab es für mich im Laufe der Zeit doch einige „kleine“, spezielle Wünsche an eine „Wohnung auf 4 Rädern“, die mir dieses Gespann nicht erfüllen konnte.

– Ich hatte zunehmend Probleme, den Fahrradträger zu nutzen. Obwohl mein 20-Zoll E-Bike ohne Batterie nur 19kg wiegt, konnte ich es alleine nicht mehr auf den (bauartbedingt) relativ hoch angebrachten Träger stellen und ihn samt Fahrrad hoch- oder runterklappen.

– Des Weiteren fehlte mir einfach eine Sitzgelegenheit am Tisch, die lang genug ist, um meine Beine hochlegen zu können und eine brauchbare Dusche im Bad, um nicht mehr auf Sanitäranlagen von Stell- oder Campingplätzen angewiesen zu sein.

– Ich bin zwar wirklich ein Minimalist, aber die Staumöglichkeiten in dieser Kabine waren trotz Alkovenschränkchen (vorne über die gesamte Länge des 2m-Bettes) nicht ausreichend, wenn man Garderobe und Hausstand für alle Jahreszeiten und Eventualitäten dabei haben möchte.

So kam ich auf die Idee, mal zu schauen, was es Neues, Altersgerechtes und für mich Bezahlbares auf dem „Markt“ so gibt. Zwinkerndes Smiley
Nach wochenlangen Recherchen im Internet bei diversen Anbietern landete ich irgendwann wieder auf der Seite der Firma Tischer. Ich schaute nochmal genauer bei den Kabinenmodellen nach und stellte fest, dass es eine Kabine gibt, die genau meinen Wünschen entspricht und nur 17cm länger wäre als meine jetzige.
Da ich aus jahrelanger Erfahrung wusste, wie gut man bei dieser Firma „aufgehoben“ ist, was Qualität, Preis und Engagement der Mitarbeiter und des Chefs angeht, war mir klar, diese Kabine plus ein paar Sonderwünsche, die bei dieser Firma kein Problem darstellen, soll es werden.
Für alle, die an einer kleinen oder größeren Aufsetzkabine für ihren Pickup interessiert sind eine Zusatzinfo:
Die 240er-Kabine passt auf JEDEN Pickup, egal ob Doppelkabiner oder Anderthalbkabiner (mein Nissan Navara war die 2.Version).
Die neue Kabine 260-SD braucht durch die 17cm mehr Länge UNBEDINGT die etwas längere Ladefläche des Anderthalbkabiners!

Nun zur eigentlichen Geschichte:

Mit Plänen und Wünschen im Kopf und auf Papier fuhr ich Mitte August 2019 auf meiner Fahrt nach Rügen zu Tischer. Einen Termin hatte ich schon vereinbart und der mir schon seit Jahren bekannte Verkäufer nahm sich viel Zeit für mich. Nach längerem Gespräch und der Besichtigung einer baugleichen Kabine unterschrieb ich GLÜCKLICH den Kaufvertrag. Die 260-SD wird MEINE Kabine werden! Verliebt

Der einzige Wermutstropfen war die laaaange Wartezeit von 15 Monaten bis zur Auslieferung!!!

Ich nutzte die Zeit aber gut um meine Sonderwünsche zu präzisieren und (wie ich aktuell weiß) wirklich ALLE wurden beim Bau der Kabine berücksichtigt! Coronabedingt verzögerte sich die Fertigstellung der Kabine auf unbestimmte Zeit und nur durch eine persönliche Intervention mit stichhaltigen Gründen bekam ich sie dann doch noch kurz vor Ende des Jahres 2020!

Fox 'n Box

Wenn man wie ich das ganze Jahr über in einem Wohnmobil lebt, stellen sich im Laufe der Zeit Dinge heraus, die im Alltag nervig sind. (In einer Wohnung oder einem Haus gibt es ja auch das Ein- oder Andere, was man gerne ändern möchte.) So ärgerten mich z. B. jeden Tag die „schönen“ schwarzen Abdeckplatten aus Glas vom Dreiflammenherd (3 Flammen gleichzeitig sind fast nie nutzbar, das nur am Rande) und Spüle, die leider sehr schwer sauber zu halten sind. Außerdem verdecken sie beim Kochen und Spülen (hochgeklappt) total das Gewürzregal, sehr unpraktisch für mich. Für die neue Kabine habe ich mir eine Herd-/Spülen-Kombi mit einem Zweiflammenherd bestellt, ohne Abdeckplatten, die in dieser Kabine nämlich das Küchenfenster verdecken würden. Verwirrtes Smiley

KücheKücheKücheKüche

Im Bad erfreue ich mich anstelle des großen Klappwaschbeckens aus weißem Plastik an einem schöneren mit ovalem Edelstahlbecken, eingesetzt in eine Arbeitsplatte wie in der Küche, auch klappbar – sowie an einer richtigen Dusche und nicht zu vergessen an einer modernen Banktoilette mit rollbarer großer Kassette.

BadBadBadBadBad

Da die neue Kabine diesmal wieder einen Seiteneinstieg hat, konnte ich mir einen am Heck zu montierenden Fahrradträger zum Runterkurbeln bestellen. Er wird aber erst ausprobiert, wenn hier auf der Alb der Schnee wieder weg ist!
 
Drei für mich noch wichtige Zusatzbestellungen waren erstens ein Kompressorkühlschrank (läuft nur mit 12V) plus einer Lithium-Batterie mit 200AH Kapazität plus 2 Solarplatten auf dem Dach mit je 100 Watt.
Jetzt kann ich locker den Kühlschrank ohne Gasverbrauch oder 230V-Strom betreiben und brauche erst nach etwa drei bis vier bedeckten Tagen „Landstrom“ oder Fahrbetrieb zum Aufladen der Batterie!

Meine Staumöglichkeiten sind auch sehr „gewachsen“.

– Die drei Alkovenschränke waren wieder ein „Muss“. Auch Hippolinchen und Schäfi freuen sich darüber!

Alkoven

– Die Kabine hat schon serienmäßig ein richtig großes Außenstaufach, in dem auch noch der Abwassertank frostsicher untergebracht ist samt Entleerungsschieber hinter einer Klappe direkt im Eingang, tolle Lösung! An der 240er-Kabine war der Abwassertank nämlich im Freien unter dem Heck angebracht. Die Abwasserschläuche von der Küche liefen quer unter dem Einstieg der Box durch zum Abwassertank, ungeschützt gegen Frost. Bei Minustemperaturen konnte ich die Spüle in der Küche nicht mehr ohne eingesetzte Plastikschüssel nutzen, Spülwasser habe ich dann im Bad über den frostsicher eingebauten Abwasserschlauch des Waschbeckens direkt durch den offenen Abwassertank in einen Eimer entsorgt. Dann hatte ich am nächsten Morgen nur das Problem, einen Eisklotz im Eimer zu entsorgen ohne Verlust des Eimers! Smiley mit geöffnetem Mund
Der Frischwassertank ist übrigens sowohl in der 240er-Kabine als auch in der jetzigen frostsicher eingebaut.

– Es gibt in der neuen Kabine noch gaaanz viele Staumöglichkeiten im Doppelboden unter der Sitzgruppe und in den Staukästen der Sitzbänke und natürlich in den diversen Ober- und Unterschränken der Kabine.

StauraumStauraum

Zwischenzeitlich habe ich mein „ganzes Leben“ wieder eingeräumt und es ist noch so manches Fach fast leer!!!

Apropos Stauraum: Es entstehen bei allen Aufsetzkabinen an den Seitenwänden Leerräume, die aber durch die notwendigen Abspannvorrichtungen zwischen Pickup-Ladefläche und der Unterseite der Kabine nur eingeschränkt zu nutzen sind. Außerdem kann man sie nur von innen durch Klappen in den Sitzbänken erreichen. Ich habe diese Fächer aus Mangel an Stauraum bisher nutzen müssen, konnte aber alles nur in wasserdichte Säcke verpackt lagern, weil Spritzwasser samt Schmutz über den Spalt zwischen Ladekante und Kabine in diese Staufächer gelangen konnte. Sehr umständlich war auch, dass diese Fächer wieder vollständig leergeräumt sein mussten, wenn die Kabine vom Fahrzeug getrennt wurde.
Mit der neuen Kabine habe ich diese Probleme nicht mehr. Diese Fächer sind und bleiben leer! So ist es auch möglich, jederzeit ohne lästige Umräumarbeiten die Kabine ab- und wieder aufzusetzen, worüber ich richtig froh bin!

Eine freudige Überraschung gab es, als ich beim Abholen meines neuen Gespanns meine zwei 5kg-Gasflaschen aus dem Gaskasten der „alten“ Kabine in den Gaskasten der neuen räumte. Der Gaskasten kam mir sehr breit vor und ich erwähnte es meinem Händler gegenüber, der neben mir stand (zeitgemäß mit Abstand und Maske!). Er antwortete nur ganz lapidar, dass da noch eine dritte Ersatzflasche dazwischen passen würde. Tatsächlich passte meine dritte Gasflasche, die ich bisher im Winter immer im Fahrerhaus des Pickups mitgeführt hatte, dazwischen. Große Klasse!!! Daumen hoch

Gas

Eine Notiz zu meiner ganz persönlichen Sonderausstattung: Es gibt für mich zwei wirklich sinnvolle (amerikanische) Gegenstände, die ich mir zugelegt habe, den Maxx-Fan und den Berkey-Wasserfilter. Wer mehr wissen will, kann es googeln.

BerkeyMaxx-FanMaxx-Fan

Jetzt wohne ich schon seit dem 12. Dezember in meiner neuen Wohnung auf Rädern und bin mit ALLEM sehr zufrieden!!!
Leider wird der momentane Lockdown immer weiter verlääännngggert und so konnte ich bis jetzt nur die 200km nach Hause fahren und warte hier auf meinem Heimat-Campingplatz darauf, dass ich wieder auf die Straße darf, das kann dauern… Enttäuschtes Smiley
Aber auf der Alb bei Schnee ist es auch mal wieder wunderschön, ich habe beschlossen, nicht zu jammern, sondern diesem „Zwangsaufenthalt“ das Beste abzugewinnen.

WinterWinterWinterWinter

Zum Schluss verrate ich euch noch etwas: Damit nicht nur meine Kabine neu ist, habe ich mir dazu passend einen nagelneuen Toyota Hilux 4×4 (Anderthalbkabiner) beim Händler meines Vertrauens für Pickups vieler Marken und verschiedenen Kabinen, Jürgen Storkan in Haßfurt, bestellt, mit allem, was man zum Fahren mit einer Kabine braucht und in der Farbe, die mir gefällt! Angeliefert von Tischer zu Storkan wurde die Kabine traditionell unauffällig. Laut lachen

FarbeFarbe

Das angenehmste Zubehör in meinem neuen „Truck-Camper“ ist eine Standheizung fürs Fahrerhaus, die ich über eine App auf dem Smartphone aus der Kabine oder von weiter weg ein- und ausschalten oder eingeben kann, wann und wie lange sie arbeiten soll.
Das Zweitangenehmste für mich ist, nein, nicht der Tempomat, sondern die Fahrerhausklimaanlage!!!

Es dürfen gerne zusätzliche Fragen zum Thema in Kommentaren gestellt werden, ich werde sie nach bestem Wissen und Gewissen beantworten! Jetzt noch ein paar weitere Fotos:

WohnraumWohnraumWohnraumWohnraumWohnraumWohnraumWohnraumWohnraum

written by Uschi
photos taken with Samsung Galaxy S20

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (bessere Qualität) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.
 

6 Gedanken zu “Fix und Boxi haben sich verabschiedet ;-(

  1. Nordbahner schreibt:

    Hallo,
    herzlichen Glückwunsch zu dieser schicken neuen Behausung.
    Mich würde interessieren, gibt oder gäbe es auch einen Durchgang zwischen Kabine und Fahrerhaus?
    Viele Grüße aus Berlin / Brandenburg
    detlev

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    • Hallo nach Berlin,
      danke für den Glückwunsch zu meiner neuen „Wohnung“ und ja, ich finde sie auch sehr schön und gelungen!
      Leider gibt es, soweit ich weiß, bei Tischer-Kabinen auf Pickups keinen Durchstieg ins Fahrerhaus.
      Ob es bei Aufsetzkabinen für VW-Bus-Fahrgestelle diese Möglichkeit gibt, weiß ich nicht.
      Viele Grüße, Uschi

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  2. Glückwunsch,
    was lange währt, wird endlich gut.
    Hoffentlich trifft das auch für Corona zu.

    Uschi, Frage zu Deinem Wasser-Filter.
    Dass Du damit zufrieden bist, ohne Zweifel.
    Was ist für eine Person die richtige Größe?
    Und das funktioniert nur auf Schwerkraft bis auf den letzten Tropfen?

    Gruß Helmut W

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    • Erst einmal ein Dankeschön für den Glückwunsch!
      Ich benütze den kleinsten Berkey jetzt schon 2 Jahre und er reicht für mich völlig aus. Die größeren werden in USA von Familien genützt und zwar sowohl in den unterschiedlichsten RV’s als auch in Wohnungen und Häusern.
      Er funktioniert sehr gut nur durch die Schwerkraft. Bei geringem Wasserstand läßt der Wasserdruck etwas nach und wenn der Wasserstand unter die Linie des Wasserhahnes sinkt, kann man den Berkey durch kippen noch fast ganz entleeren. Ich fülle meinen befestigten Berkey einfach immer dann auf, wenn kein Wasser mehr kommt.
      Er ist meines Erachtens sein Geld wirklich wert! Das Wasser schmeckt sehr gut, die Reinigung so 3x im Jahr ist auch kein Problem und die Filter halten viele Jahre (nach Angaben des Herstellers mindestens 10 Jahre).
      Außerdem ist es kein aufwändig zu verbauendes Filtersystem, wo man mindestens 2x im Jahr die Filter auswechseln muss.
      Ja, und mit Corona hoffen wir mal weiter!!! Verwirrtes Smiley

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