Weiter auf der Sternen-Route

Baie-Sainte-Anne (schwarzer Pfeil) Die nächste Etappe wurde nur eine kurze. Das Wetter war wieder schön, der Wind ließ nach, je weiter wir südlich fuhren. Wir folgten weiter dem Acadian Costal Drive, gut erkennbar und ausgeschildert mit dem weißen Akadier-Stern auf rotem Grund. Unterwegs fanden wir wieder einen Frühstücksplatz erster Güte, mit Blick auf die interessante Brücke über die Mündung des Miramichi Rivers in die gleichnamige Bucht an der gleichnamigen Stadt.

Miramichi FrühstücksplatzFrühstücksplatzFrühstücksplatz

Viel weiter fuhren wir dann nicht mehr. Wir hatten mehrere Campgrounds zur Auswahl und direkt der erste gefiel uns so gut, dass wir blieben, obwohl es erst 14 Uhr war. Wir hatten die Wahl zwischen drei Stellplätzen in der vordersten Strandreihe und entschieden uns für den, der zur Rechten Dauercampernachbarn hatte, die nicht anwesend waren und zur Linken den zweiten der drei freien Plätze. Diese zwei nebeneinanderliegenden Sites waren zwar sehr lang, aber ziemlich schmal und etwas schief. Wir waren froh, dass der benachbarte Platz frei blieb. Jetzt standen wir noch dichter am Meer als in Haut-Shippagan und es war mindestens genauso schön hier! Direkt hinter unserem Fire Pit ging es an den Strand, der seinen Namen verdiente. Es gab zwar wieder einen Streifen aus getrockneten Algen, aber es gab bei Niedrigwasser auch einen Sandstreifen und man konnte sehr gut barfuß durch das Wasser laufen. An einer Stelle stand ein Mann bis zum Bauch im Meer, in Shorts und T-Shirt und stocherte mit dem Stiel eines Spatens auf dem Meeresboden herum, bückte sich und grub mit seinen Händen irgendetwas aus, was er dann in eine Holzkiste warf, die neben ihm schwamm und mit einem Strick an ihm befestigt war. Wir hatten ja schon öfter Menschen gesehen, die bei Ebbe ins Watt laufen und graben, aber was sie da suchten, wussten wir nicht. Wattwürmer als Angelköder? Mineralien? Fossilien (in Five Islands)? Wir fragten den Mann. Er sah uns etwas erstaunt an und es muss ihm sofort klar gewesen sein, dass es sich bei uns nur um unwissende Touristen handeln kann. Trotzdem oder gerade deshalb antwortete er sehr freundlich, dass er clams, also Muscheln, suche und zeigte uns, dass es zwei Sorten gibt. Ob wir das denn noch nie gesehen hätten? Stunden später kam er, durchs Wasser watend und seine Kiste hinter sich her ziehend, am Ende des Campingplatzes an, hievte die offensichtlich recht schwere “Beute” auf die Ladefläche seines Pickups, der dort parkte, setzte sich, nass wie er war, auf den Fahrersitz und fuhr weg.

Sandy Point ParkSandy Point ParkSandy Point ParkSandy Point ParkSandy Point Park

Bei uns gab es leider keine Muscheln (und bevor ich mich 3 Stunden oder mehr ins Wasser stelle, kaufe ich sie lieber!), aber wieder einen schönen Fireabend. Leider gab es auch Mücken oder andere Stechviecher. Wenn man sich nicht eine Ganzkörpereinreibung mit Insektenschutzmittel verabreicht hat, stechen sie an den unbehandelten Stellen gnadenlos durch die Kleidung hindurch! Insgesamt können wir uns diesbezüglich aber nicht beschweren, eine Mückenplage hatten wir noch nirgendwo.

Fireabend ;-)Fireabend ;-)Fireabend ;-)

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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