Sommerfrische beendet

Oscarlotta hat ja neuerdings ein Saisonkennzeichen, von Ende Mai bis Anfang November darf sie nicht fahren. Also genau entgegen der üblichen Praxis! Aber nicht deswegen hat sie die Sommerfrische bei Luise auf dem Hof verbracht, sondern natürlich, weil wir ja mit Fix und Boxi fort waren. Nein, wir haben nicht vergessen, dass Oscarlotta ihr eigenes Blog hat, aber da die Berichterstattung hier erst abgeschlossen ist, wenn wir Fix und Boxi wieder glücklich in Empfang genommen haben, geht es jetzt erst noch hier weiter. Ist euch ja sicher egal!

Am Montag kam ein junger Mann, der Luises Hauswände mit dem Kärcher bearbeitet hat. Eine gute Gelegenheit, fanden wir, Oscarlotta auch von ihrem Moosbefall befreien zu lassen. Normalerweise waschen wir von Hand, aber ein schmutziges Dach zu säubern ist so schon nicht besonders angenehm und ein vermoostes erst recht nicht. Innerhalb einer Stunde war Oscarlotta mit Vorwäsche, einshampoonieren und nachspülen wieder schmuck. Die Überraschung kam beim Betreten des Innenraumes und seitdem wissen wir, dass Hochdruckreiniger und Zwangsentlüftungen von Dachluken sich nicht vertragen!!! Nicht nur Pfützen unterhalb der Dachluken waren zu beklagen, sondern der ganze Dreck sitzt jetzt zwischen den beiden Kunststoffschalen! Da hilft nur abschrauben und manuell säubern. Demnächst einmal! Augen rollendes Smiley

Für Donnerstag hatte Luise uns einen TÜV-Termin gemacht, denn durch das Fahrverbot war der TÜV seit Juni überfällig und die erste Fahrt sollte dann doch vielleicht dorthin gehen. Nachdem wir Oscarlotta am Sonntag mühsam und Zentimeter um Zentimeter aus ihrem “Sommerloch” vor Luises Hoftor wieder herausgeholt hatten, standen wir noch bis heute quer vor den Garagen. Uschi räumte alles in Oscarlottas Heckgarage ein, was sie in Luises Badehaus zwischengelagert hatte, weil es in Nordamerika nicht gebraucht wurde. Wir wurden noch einige Male von Luise bekocht, frühstückten miteinander, verglichen den deutschen Herbst an der Oste mit dem Indian Summer und verabschiedeten uns heute. Trauriges Smiley

An der OsteAn der OsteAn der OsteAn der OsteAn der OsteAn der Oste

Der TÜV-Termin war um 14 Uhr und eigentlich war alles in Ordnung, aber eine neue Plakette hat Oscarlotta trotzdem nicht bekommen! Das Diagnosegerät gab bei der Abgasuntersuchung zwei Fehlermeldungen aus und der TÜV-Prüfer konnte sie nicht löschen. Das könne nur eine Iveco-Werkstatt! Er könne die Abgasprüfung nun leider nicht durchführen und deswegen auch keine Plakette erteilen. So ein Mist!!! Wo ist die nächste Iveco-Werkstatt im näheren Umkreis, die auch einen LKW-Service anbietet? Unser Servicebuch sagte Elmshorn. Wir wollen ja sowieso Richtung Hamburg, also rief ich dort an und bat darum, morgen (Freitag) vorbeikommen zu dürfen. Kein Problem, außerdem sei der TÜV freitags immer im Haus. Na, besser geht es ja nicht! Wir vergaßen vor lauter Frust, dass wir eigentlich noch im benachbarten Baumarkt einen Gasflasche hatten tauschen wollen und fuhren ganze 29km bis Wischhafen. Dort gibt es sogar vier verschiedene Wohnmobilstellplätze, aber nur der am alten Hafen verfügt auch über Strom. Und da wir eine neue Kaffeemaschine haben, aber keinen so starken Wechselrichter wie nötig wäre, stehen wir jetzt natürlich hier (12 Plätze, 6 Stromanschlüsse, 1€/2kW, keine V/E).

Stellplatz WischhafenStellplatz WischhafenStellplatz Wischhafen (fast wie in Amerika!)

Nescafé Dolce Gusto Unsere Nespresso-Maschine hat, pünktlich nach Ablauf der Garantiezeit, mal wieder ihren Geist aufgegeben! Das passiert uns jetzt zum dritten Mal. Einmal haben wir noch teuer reparieren lassen, zweimal teuer neu gekauft. Vielleicht verträgt die Elektronik/Elektrik/Mechanik die Rüttelei in einem Wohnmobil nicht? Diesmal war ein Teil eines Zahnrädchens abgebrochen. Jetzt reist eine Nescafé Dolce Gusto mit uns, ohne Füllstoppautomatik und hoffentlich etwas robuster! Gerade probieren wir alle verfügbaren Kaffeeangebote durch und stellen mit Erschrecken fest, dass über die Hälfte aller Tee-/Kaffee-/Kakaogetränke bis zu 48,3% Zucker enthalten! Das ist der Hammer!!! Muss mein Cappuccino, Latte oder Chococino schon vorgesüßt sein oder kann ich das nicht vielleicht auch selber machen, so süß, wie ich es mag? Schon jetzt können wir sagen, dass Nespresso eindeutig die bessere Kaffeeauswahl hat, aber eben auch um einiges teurer ist und die Maschinen uns zu anfällig sind.

Morgen steht also mal wieder die Fährüberfahrt über die Elbe von Wischhafen nach Glückstadt an und dann halt Iveco Elmshorn. Wir werden die nächsten zwei Wochen Hamburg weiträumig umkreisen, bis wir die Mitteilung bekommen, dass das Schiff mit Fix und Boxi angekommen ist. Es ist nämlich erst gestern Abend in Halifax ausgelaufen! Halifax ist der erste Hafen auf der Hintour, danach fährt das Schiff weiter nach New York und auf dem Rückweg läuft es Halifax ein zweites Mal an. Zwischen Halifax 1 und Halifax 2 liegen 8 Tage, um die sich die Rückverschiffung verlängert. Ob Fix und Boxi überhaupt schon am 24. Oktober an Bord waren oder erst jetzt eingeladen wurden, wissen wir nicht! Gestern Abend beobachteten wir per verschiedener Webcams, wie die Atlantic Cartier den Halifaxer Hafen verließ, hoffentlich mit unserem Gespann an Bord!!! Enttäuschtes Smiley

Atlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic CartierAtlantic Cartier

Jetzt wurde uns durch Seabridge auch noch mitgeteilt, dass durch eine Reihenfolgeänderung der anzulaufenden Häfen das Schiff jetzt erst noch nach Schweden fährt! Wir werden uns also noch gedulden müssen!!! Zum Glück sind wir ja nicht obdachlos!

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Wir verabschieden uns aus Deutschland!

Noch 3x schlafen! Am Mittwoch bringt uns Luise nach Hemmoor auf den Bahnhof, wir fahren (ab Hamburg) per ICE nach Frankfurt, übernachten im NH-Hotel in Flughafennähe und steigen am Donnerstagnachmittag (hoffentlich) entspannt in unseren Flieger. Und dann sind wir mal für ‘ne Weile weg!!! Aber keine Sorge, wir haben vor, zurückzukommen, aaaber noch nicht so bald! Und mit Blogartikeln versorgen können wir euch ja von überall auf der Welt, eine Internetverbindung vorausgesetzt.

Wir sind unserer Freundin Luise SEHR dankbar für ihre Unterstützung! Nicht nur, dass Oscarlotta auf ihrem Garagenhof 6 Monate gut behütet stehenbleiben kann, es war hier auch eindeutig sehr viel komfortabler und einfacher, alle notwendigen Vorarbeiten zu erledigen, als auf einem Stellplatz. Uschi ist jetzt schon seit 6 Wochen hier und bei mir sind es heute auch schon drei. Zwei Wochen stand Oscarlotta direkt an der Oste mit immer wechselnden Ausblicken (die Oste ist ein Tidengewässer) und traumhaften Sonnenuntergängen.

AbendstimmungNiedrigwasserDeichhotel Bootsanleger SeefahrerAbendstimmungAbendstimmungAbendstimmung mit SchiffAbendstimmungAbendstimmung   Abendstimmung      

Am Dienstag mussten wir dann leider umziehen, für den Vatertag wurde der hintere Parkplatz des Deichhotels “Seefahrer” für einen Bier- und einen Würstchenstand sowie einen Toilettenwagen gebraucht.

Oscarlotta an der OsteFest am Vatertag

Es war dann gar nicht sooo einfach, Oscarlotta passgenau vor Luises Hoftor einzuparken! Per Kran wäre es leichter gewesen. Schon die Deichlücke ist so bemessen, dass rechts und links vom Spiegel nur noch Zentimeter verbleiben und wenn das Heck noch nicht durch ist, muss man schon rechtwinklig abbiegen. Luises Garagenhof ist etwas verwinkelt und Oscarlotta war dann doch etwas größer als Luise sie in Erinnerung hatte! 😉 Aber mit hin und her, vor und zurück stand sie irgendwann perfekt in Parkposition.

Oscarlottas SommersitzOscarlottas SommersitzOscarlottas Sommersitz Achthöfen  

Damit hatte sich der ursprüngliche Plan, über das Wochenende noch einmal an die Oste zurückzufahren, erledigt!

Wir haben nicht nur gearbeitet, sondern auch “Urlaub” gemacht. Waren in Buxtehude und haben Birgit und Steffi samt Edelweiß noch einmal getroffen, bevor wir abdüsen. Stade haben wir auch noch einmal besucht, Uschi hatte dort eine Woche auf dem sehr schönen, noch relativ neuen Stellplatz gestanden, bevor sie bei Luise aufschlug.

BuxtehudeStadeStade

Ein paar Ausflüge mit Luises kleinem Citroen ins Alte Land mussten natürlich auch sein, als das Wetter endlich frühlingshaft wurde und die Kirschblüte einsetzte. In Stadersand an der Elbe waren wir, ohne Fix und Boxi vorbeischwimmen zu sehen, aber das wisst ihr ja schon!

Stadersand
StadersandStadersandStadersand
Stadersand     

Und dann haben wir Oscarlotta noch von ihren im Laufe der Jahre sehr unschön gewordenen Designfolien befreit. Die eine hatte im Sommer 2013 sehr gelitten, als während unserer damaligen Abwesenheit (1. Nordamerikareise) 3 Monate die pralle Sonne darauf “knallte”. Bei der anderen hatte sich in diesem Winter von uns unbemerkt eine Wasserblase gebildet, das Wasser war gefroren und nach anpieksen der wieder flüssigen Blase lief das Wasser zwar ab, aber die Folie sah so aus:

Aufkleber linksAufkleber rechts

Auf der sonnenbeschienenen Seite konnten wir die Folie in großen Stücken relativ einfach abziehen, auf der Schattenseite mit Hilfe eines Föhns. Die Konturen der abgelösten Folien sind leicht zu sehen, der Lack darunter ist eben noch “fabrikneu”, das hat auch das häufige Polieren von Oscarlotta nicht verhindern können. Wir lassen es trotzdem erstmal so, jetzt über den Sommer sowieso. Vielleicht kommt im November etwas Neues drauf, eine entsprechende Firma ist hier ganz in der Nähe.

FolienentfernungFolienentfernung

Jetzt muss noch der Kühlschrank leergegessen und danach abgetaut werden. Ersteres ist gar nicht so einfach, da Luise immer wieder etwas Leckeres kocht oder eine ihrer sensationellen Torten backt. Und dann müssen wir Koffer packen!!!

Luises Torten

written by Ingrid
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Luise und der Seefahrer

Das ist eine lange Love-Story. Unsere Freundin Luise und ihr Mann haben vor vielen, vielen Jahren ein wunderbares altes Fachwerkhaus AUF dem Deich in Osten an der Oste gekauft, es renoviert, erweitert und über Jahre als “Flusshotel Seefahrer” betrieben. Dann starb Luises Mann, sie verpachtete mit wechselhaftem Erfolg. Jetzt endlich scheint sie einen Pächter gefunden zu haben, der es ernst meint. Im 2. Jahr ist der Seefahrer zu neuem Leben erwacht und auf unserer Tour nach/ab Nordstrand fuhren wir dort vorbei. Unser Lieblingsplätzchen war reserviert, wir standen wieder direkt an der Oste. Hier braucht man nicht viel mehr als dem Fluss zuzuschauen, wie er mal in die eine und mal in die andere Richtung fließt. Die Oste ist, als Nebenfluss der Elbe, kurz bevor die in die Nordsee mündet, ein Tidenfluss. Wer das nicht weiß, ist verwirrt! Ein Freund, der dort auf Luises Grundstück ebenfalls schon einige Tage war, hat den Ausdruck “verosten” geprägt. Ja, das kann man hier wunderbar: Verosten an der Oste. Wir haben uns, außer an den wunderschönen Sonnenuntergängen und der himmlischen Ruhe, darüber gefreut, den Seefahrer wieder hell erleuchtet zu sehen!

Osteblick nach linksOsteblick hinten rausOsteblick nach rechts  Osteblick am Abend OsteblickOsteblickOsteblickOsteblick

Wer mehr über die Geschichte vom Seefahrer und der Mocambo erfahren möchte, kann “hier” noch einmal in unseren früheren Berichten nachlesen.

MocamboSeefahrerSportbootanleger SeefahrerSportbootanleger SeefahrerBlick von der Oste zum Seefahrer

Zur Homepage geht es “hier”.

written by Ingrid
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