Ans Meer!!!

Wir wollten endlich ans Meer! Zumindest mal kurz gucken! Also ging es von Pamplona gen Norden Richtung San Sebastián. Die Landschaft war wieder wunderschön.

unterwegsunterwegsunterwegs

Unser Tommie führte uns zielsicher durch ein kleines Dörfchen, über den „Marktplatz“, links an der Kirche vorbei und dann war klar, dass wir weder weiterfahren sollten noch weiterfahren konnten. Die beiden letzten Häuser standen so dicht beieinander, dass nicht nur Oscarlotta da nicht durchgepasst hätte, sondern auch Fix und Boxi keine Chance mehr hatten. Die Straße ging in einen Feldweg über, es kamen uns Leute mit Rädern entgegen, die etwas erstaunt guckten und uns blieb nichts anderes übrig, als rückwärts bis zum Marktplatz zurückzufahren und dann eine andere Straße zu versuchen.

unterwegs

Irgendwann waren wir wieder auf der Hauptstraße! Jetzt brauchten wir nur noch einen geeigneten Frühstücksplatz, mit Aussicht bitte und im Schatten! Zwinkerndes Smiley Nach einer geraumen Zeit vergeblichen Ausschauhaltens machten wir Abstriche und gaben uns mit Aussicht zufrieden. Davon gab es mehr als Schatten!

unterwegsunterwegs

Kaum hatten wir fertig gefrühstückt, stand ein Mann vor unserer offenen Tür. Offensichtlich wollte er etwas und hielt erklärend sein Smartphone hoch. Ob wir französisch sprechen würden? Oui, un peu, un petit peu! Er erklärte mir, dass er sich für so eine Kabine auf einem Pickup-Truck interessiere, fragte, ob sie absetzbar sei und noch so einiges, was ich dann eindeutig nicht mehr verstand! Er fuhr einen VW-Bus, der auf der anderen Straßenseite stand. Ob er Fotos machen dürfe? Ja klar, ich schloss die Tür und zeigte ihm den Aufkleber von Tischer. Nachdem er den und einige weitere Details fotografiert hatte, bedankte er sich höflich und wir fuhren weiter.

Und plötzlich sahen wir den Atlantik! Die andere Seite als letztes Jahr. Diesmal den „Golfo de Vizcaya“. Und es war unverkennbar, dass Urlaubszeit war! Anhalten, um einen Kaffee zu trinken? Keine Chance! Wir hielten, weil die Ampel vor uns rot war oder weil Unmengen von vom Strand zurückkehrenden Menschen über den Zebrastreifen wollten. Wir hielten direkt neben einer Eisdiele, das war besonders gemein! Aber wir brauchten gar nicht erst zu versuchen, einen Parkplatz zu finden. Ich erinnerte mich, dass ich das vor 25 Jahren schon mit meiner Ente in San Sebastián nicht geschafft hatte.

Unser Tagesziel war der Campingplatz von Zarautz. Er sah vielversprechend aus im ACSI-Campingführer, weit über der Stadt mit Blick aufs Meer. Okay, einen Platz in der ersten Reihe würden wir wohl nicht bekommen. Wir bekamen gar keinen!!! „We are full“, beschied uns der junge Mann vor dem Campingplatz und wir fuhren um den kleinen Kreisverkehr herum und den Berg wieder runter!

unterwegs

Im Ort steppte der Bär. Ja gut, vielleicht hätte es uns hier ja auch gar nicht so gut gefallen! Smiley mit geöffnetem Mund Wir fuhren weiter an der Küste entlang Richtung Bilbao. Überall dasselbe Bild, volle Strände, belebte Küstenorte. Eigentlich ja logisch, an der Nord- und Ostsee sieht es zur Zeit ja auch nicht anders aus.

Wir entschieden uns, mitten durch Bilbao durchzufahren, es war schließlich Sonntag. Es war aber offensichtlich auch ein Fußballspiel und die Fans liefen aus allen Richtungen zum Stadion, an dem wir vorbeifahren mussten. Das hatte für uns den Vorteil, dass wir in aller Ruhe nach rechts und nach links schauen, das Guggenheim-Museum bestaunen konnten und noch so einiges mehr. Der Campingplatz in Islares warb damit, dass man per Bus nach Bilbao reinfahren könnte. Schön zu wissen, aber würden wir dort einen Platz bekommen??? Er lag auch am Meer! Wir fuhren die letzten Meter im Slalom um die sehr kreativ geparkten spanischen PKWs herum. Dann ging es eine steile Zufahrt hinunter und wir waren nicht sicher, wie wir da wieder umkehren und zurückfahren könnten, falls der Platz „full“ sein würde. War er aber nicht, Glück gehabt! Wir konnten uns einen Platz aussuchen, was wir vorsichtshalber zu Fuß machten und standen dann gar nicht schlecht auf einer Wiese mit tollem Blick auf einen grandiosen Felsen. Neben uns Deutsche mit Kastenwagen, hinter uns Jakobswegpilger mit Zelt und Wanderrucksäcken. Gegenüber kam ein wildbemalter Düdo mit spanischem Kennzeichen an, offenbar zum Wohnmobil ausgebaut. Ganz junge Leute mit Säugling, die zur Hecktür ohne Treppe ein- und ausstiegen. Ein wenig konnten wir hineinschauen, es gab nur ein Fenster, ein Querbett, zwei kleine Schränke und ein Porta-Potti. Ähnlich spartanisch haben wir auch einmal angefangen, Uschi im T2 und ich mit Ente und Zelt. Smiley

IslaresIslaresIslares

Wir machten einen kleinen Erkundungsgang. In der Beschreibung des Campingplatzes stand, dass der Strand je nach den Gezeiten vorhanden oder eben nicht sei. Es war offensichtlich Flut und die spanischen (Groß-) Familien bevölkerten sämtliche verfügbaren Wiesen. Es gab ein Restaurant und sonst nichts, der eigentliche Ort war ein ganzes Stück weg. Der Campingplatz hatte einen kleinen Laden mit sehr überschaubarem Angebot, die Sanitäranlagen waren einfachst, das Campingplatzlokal war übervoll mit Männern, die, teilweise in Trikots oder wenigstens mit rot-weißen Schals (wir haben Hochsommer!), Fußball schauten. Original spanisches Leben, das hatten wir bisher nur in der Semana Santa (Woche vor Ostern). Spanisch war auch die Absicherung eines durchaus tiefen und gefährlichen Lochs mitten auf einer der Liegewiesen! In Deutschland völlig undenkbar!!! Erstauntes Smiley

IslaresIslaresIslaresIslaresIslaresIslares

ISLARES; Campingplatz „Playa Arenellas“ mit 120 Parzellen auf Wiese; teilweise schattig unter niedrigen Bäumen; 200m bis zum Sandstrand (nur bei Ebbe vorhanden, größerer Strand etwas weiter entfernt), 100m bis zur Bushaltestelle nach Bilbao; Restaurant, kleiner Einkaufsladen; mittlere Preiskategorie, ACSI-Vergünstigung vom 24. Aug. bis 30. Sept. und vom 1. April bis 7. Juli (€19); Mietunterkünfte

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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Hola España!!!

Am Tage unserer Abfahrt vom Col de la Pierre Saint-Martin hatten wir wieder herrlichsten Sonnenschein und einen Flugzeugblick auf die Wolken im Tal.

Ausblick von oben

Diesmal hatte Uschi das Vergnügen der Passfahrt und sie hatte eindeutig den besseren Part als ich bei der Hinfahrt. Oder auch nicht!? Immerhin konnte ich diesmal die Aussicht genießen und musste ihr nicht sagen, ob die Kurven nach rechts oder nach links gehen. Und die Aussicht war grandios!!! Über eine lange Strecke hatten wir das Gefühl, in Nordamerika unterwegs zu sein! Es fehlten nur die dort so zahlreich vertretenen Seen. Ich habe letzten Sommer mehrfach gesagt, dass wir (fast) alle diese tollen Landschaften in Europa auch haben und das bestätigt sich immer wieder. Auf dieser Strecke auf jeden Fall.

wie in Kanada!

Auf der Suche nach einem geeigneten Frühstücksplatz hatten wir Erfolg bei der Einfahrt in ein kleines Bergstädtchen. Es gab einen Picknickplatz unter Bäumen und zwei Bänke mit Ausblick auf die Stadt. Kurz vorher waren uns am Straßenrand drei ältere Spanierinnen entgegengekommen, die offensichtlich vor dem Mittagessen noch einen kleinen Spaziergang machten. Ich vermutete, dass sie bestimmt vorher auf einer der Bänke gesessen hatten. Wir waren fast fertig mit unserem Frühstück, als wir sie zurückkommen hörten. Das spanische Geschnatter hörte nicht auf und als wir Boxi verließen, saßen sie (wieder?) auf einer Bank. Nach einem freundlichen „buenos días“ unsererseits entspann sich sofort eine kleine Unterhaltung. Wo wir denn hin wollten? Zu einem Freund in der Nähe von Palencia. Valencia? Nein, Palencia. Ah, con pe! Laut lachen Als wir unseren Fahrradträger herunterließen, kam dann sehr erstaunt noch die Frage, ob wir denn keine Männer dabei hätten??? Für spanische Frauen, deutlich älter als wir, eine wohl schier unvorstellbare Konstellation, zwei auch nicht mehr ganz junge Frauen allein mit einem Wohnmobil in „der Fremde“ unterwegs. Zwinkerndes Smiley

Gesättigt und vergnügt ob dieser netten Begegnung fuhren wir die restliche Strecke bis nach Pamplona. Es ging durch die Sierra de Abodi, also in Serpentinen hinauf und wieder hinunter. Wir befanden uns auf dem Camino de Santiago bzw. auf einem davon. In Pamplona treffen nämlich drei der Hauptwege aufeinander und die Stadt ist eine wichtige Zwischenstation und voll mit Pilgern. Ständig überholten wir welche oder sahen sie an der Straße in einem Lokal sitzen. Ab und zu besagte ein Hinweisschild, dass es wieder einen Abzweig in den Wald gibt, aber über große Strecken mussten sie an der Straße entlang laufen. Das ist schon ein Projekt!!! Die Hardcore-Variante bedeutet, im Hochsommer mit Wanderrucksack, Isomatte und evtl. Zelt Hunderte von Kilometern zu laufen, entweder am Stück, was Wochen braucht oder über Jahre verteilt in Etappen. Zwar bekommt die Urkunde, die Compostela, wer mindestens die letzten 100km gelaufen oder 200km mit dem Fahrrad gefahren ist und dies mit Stempeln in seinem Pilgerausweis beweisen kann, aber den meisten wird das sicher nicht ausreichen. Obwohl ich 100km ja schon viel finde! Eine beliebte Wohnmobilvariante ist, einer läuft und einer fährt. Da hat man dann sein eigenes Bett dabei, braucht nur einen Tagesrucksack und muss sich nicht um die Verpflegung kümmern. Denn das stelle ich mir echt schwierig vor! Kochen geht nicht, viele Lebensmittel herumschleppen auch nicht, die Herbergen sind überfüllt und in Massenunterkünften mit zwar gleichgesinnten, aber dennoch fremden Menschen zu nächtigen ist ja auch nicht jedermanns Geschmack. Trotzdem vermittelt vermutlich nur dies inklusive 20kg-Rucksack das originale und gewünschte Pilgererlebnis. Eine Freundin von mir hat es vor Jahren gemacht, im Sommer, alleine, in knapp 5 Wochen von Aachen bis Santiago de Compostela!!! Sie hatte meine absolute Hochachtung!

Symbol des JakobswegesJakobswegpilgerer

Wir fuhren auf den Campingplatz „Ezcaba“, 7km von Pamplona entfernt. Es gibt zwar auch einen Wohnmobilstellplatz, aber auch der liegt außerhalb der Stadt und unbewacht wollten wir unser Zuhause nicht gerne stehen lassen. Von den Campingplätzen am Mittelmeer wissen wir, dass sie im Sommer gerne mal 60 Euro pro Nacht kosten. Hier, nahe einer beliebten Stadt, wollte man „nur“ €13/Person und €11,40/Wohnmobil. Dummerweise hatten wir die Frage nach Strom mit ja beantwortet, ohne nach dem Preis zu fragen. Der betrug nämlich satte 6 Euro pro Tag!!! Ich möchte nicht wissen, was der Campingplatz zu „San Fermin“ kostet, dem Fest, mit dem die Stadt gleichgesetzt wird. Der Schriftsteller Ernest Hemingway machte mit seinem ersten größeren Roman „Fiesta“ (ursprünglich „The Sun Also Rises“) 1926 diese spanische Tradition der Stierläufe und Stierkämpfe in aller Welt bekannt und der Erfolg des Romans machte ihn berühmt. Natürlich steht ein Denkmal vor der Stierkampfarena, eine Büste nur, nicht besonders schön, aber das ist die Arena auch nicht.

StierkampfarenaStierkampfarenaErnest Hemingway

Der Campingplatz ist groß mit über 500 Plätzen. Der eindeutig ältere Teil ist so, wie viele spanische Campingplätze der 60er/70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts angelegt wurden. Niedrig und in die Breite wachsende Bäume (dringend benötigte Schattenspender im Sommer) und kleine bis sehr kleine Parzellen. Damals reiste man mit kleinem PKW und Zelt, allenfalls mit einem kleinen Wohnwagen. Die Ausmaße der Wohnmobile von heute sprengen diese Plätze. Schon die Anfahrt der Parzellen ist oft unmöglich. Wer als Campingplatzbetreiber das Geld und die räumlichen Möglichkeiten hat, erweitert seinen Platz und schafft großzügige Stellplätze. So auch hier. Wobei von großzügig nicht so wirklich die Rede sein konnte! Und es gab noch keinerlei schattenspendenden Bewuchs. Deswegen war der alte Platzteil VOLL und der neue LEER. Ein amerikanisches Riesen-Mobil stand dort und ein normales hamburgisches. Strom gab es auch erst vereinzelt und so entschieden wir uns auch für eine parcela im alten Bereich. Wir hatten Glück und nur an drei Seiten Nachbarn. Erstauntes Smiley Dafür aber einen wirklich schönen Ausblick.

Camping "Ezcaba"Camping "Ezcaba"Camping "Ezcaba"

Am Tag unserer Ankunft passierte das Attentat auf den Ramblas in Barcelona! Genau dort, wo wir schon so oft gelaufen sind. Wenn man mit dem Zug nach Barcelona reinfährt, steigt man am Plaça de Catalunya aus und beginnt seinen Stadtrundgang genau dort, wo der Terrorist seine Gräueltat verübt hat. Nur dort ist es möglich, mit einem Fahrzeug in erfolgversprechender Geschwindigkeit auf die Ramblas zu fahren. Wie ein Mensch es fertigbringt, in voller Absicht in eine Menge harmloser Touristen, Kinder inbegriffen, zu fahren, ihren Tod nicht nur in Kauf zu nehmen, sondern zu beabsichtigen, wird sich uns nie erschließen!!! Natürlich haben wir überlegt, ob wir wirklich, wie geplant, am nächsten Tag nach Pamplona reinfahren. Wir haben es dann gemacht, aber auch, wenn man sich von diesen schrecklichen Geschehnissen nicht beeinflussen lassen will, es bleibt das ungute Gefühl verlorener Unbeschwertheit.

Vom Campingplatz aus führt ein 1,5km langer Fußweg durch eine Parkanlage am Flüsschen entlang zur Bushaltestelle. Der Bus kam für spanische Verhältnisse fast pünktlich, mit nur zwölfminütiger Verspätung. Enttäuschtes Smiley Wir hatten einen Stadtplan und ich wollte nicht am ersten großen Platz in der Nähe der Altstadt aussteigen, sondern erst am zweiten, um der Zitadelle einen Besuch abzustatten. Der Platz kam aber irgendwie nicht! Eine Weile und einige Haltestellen später fuhren wir an der Zitadelle vorbei, der Bus bog nach links ab und langsam dämmerte uns, dass wir wohl immer weiter in die falsche Richtung fuhren! Also nichts wie raus, über die Straße und mit dem nächsten Bus der Linie 4 wieder zurück! Damit hatten wir die schönen preiswerten spanischen Bustarife natürlich für diesen Tag kaputt gemacht. Weinendes Smiley

Die Altstadt von Pamplona ist überschaubar groß und interessant mit vielen historischen Gebäuden. Endlich mal wieder eine typische spanische Stadt!

AltstadtAltstadtAltstadtAltstadtAltstadtAltstadt

Leider war vieles geschlossen, trotz Urlaubszeit. In der Kathedrale Santa Maria la Real hielten wir uns lange auf, ist ihr doch ein sehr gut gestaltetes Museum angeschlossen. Der Kreuzgang wurde leider gerade restauriert und war nur zum Teil begehbar.

Kathedrale Santa Maria la Realvor der Kathedrale Santa Maria la RealPlexiglasmodell der Kathedrale Santa Maria la RealFußboden in der Kathedrale Santa Maria la Realskizze der Kathedrale Santa Maria la RealFenster in der Kathedrale Santa Maria la RealKreuzgang der Kathedrale Santa Maria la RealKreuzgang der Kathedrale Santa Maria la RealKreuzgang der Kathedrale Santa Maria la RealKreuzgang der Kathedrale Santa Maria la Real

Interessant auch die Geschichte der bronzenen Turmglocken. „La Gabriela“ ist von 1519 und immer noch aktiv. Es gab sogar ein Extra-Haus für die Glöckner!

Glöcknerhausvor dem GlöcknerhausGlockenGlockeBlick auf die Stadt

Danach war spanische Mittagsessen- und Siestazeit! Die Geschäfte werden geschlossen, Rolläden aus Metall werden heruntergelassen und innerhalb von Minuten verwandelt sich eine bunte, belebte Einkaufsstraße in eine tote, hässliche, graffitiverschmierte, slumähnliche Gegend. Für uns immer wieder erstaunlich, denn Touristen sind ja den ganzen Tag in solchen Städten unterwegs und möchten sicher auch in der Zeit zwischen 14 und 17 Uhr einkaufen. Aber ihre Siesta ist den Spaniern heilig! Das war schon in unseren Wintern in Spanien immer unser Problem. Bis 14 Uhr schafften wir (ich!) nicht und um 18 Uhr ist es in Spanien dunkel! Natürlich kann man auch im Dunkeln bummeln und shoppen gehen, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder Fahrrad wieder zum Campingplatz zurück müssen ist die andere Nummer.

Hunger hatten wir inzwischen auch! Am alten Rathaus entdeckten wir ein kleines Bücher-Café und witzigerweise gab es dort Möhrenkuchen. Der ist in Spanien nicht sehr verbreitet. Der freundliche Wirt freute sich, seine drei Sätze in deutsch anwenden zu können und besonders freute er sich, dass uns sein „Karotte Kuchen“ so gut schmeckte. Verliebt Hier stand, neben dem Rathaus, ein Segment der Barrikaden, die bei den Stierläufen entlang der gesamten Strecke bis zur Stierkampfarena aufgestellt werden, zum Schutze der Zuschauer. Vor dem Café müssen die Stiere rechtwinklich abbiegen. Damit sie das auch tun und nicht geradeaus in die Schaulustigen laufen, sind die Barrieren hier in doppelter Linie vorhanden. Die Stiere kennen den Streckenverlauf nicht, sie rennen einfach und keiner von ihnen läuft die Strecke ein zweites Mal! Auf dem Pflaster der Straßen sind in Abständen Eisenplatten eingelassen, in deren Vertiefungen die langen Standbeine der Barrieren verankert werden. Wir waren nicht böse, dass das Fest bereits im Juli, wie jedes Jahr seit 1591, stattgefunden hatte. Die Stadt explodiert dann und obwohl die Stierläufe nur ein Teil der gesamten Zeremonien sind, wäre es für uns einfach viel zu voll und zu laut.

Stierlauf StierlaufStierlaufRathausBarrikaden für den StierlaufVerankerung der BarrikadenVerankerungen der BarrikadenVerankerungen der Barrikaden

Bis um 17 Uhr zu warten war uns zu lange. Zwar war der Bus um 15:26 schon weg, aber 19:42 war uns definitiv zu spät. Wir hatten schon vorher die Alternative in Betracht gezogen, per Taxi zurückzufahren. Den nächstgelegenen Taxistand fanden wir, aber es gab dort kein einziges Taxi! Eine wartende Frau erklärte uns, dass man anrufen müsse. Sie könne das aber gerne für uns tun und ein zweites Taxi bestellen. Als ihr Wagen kam, vergewisserte sie sich, dass ihre Bestellung für uns funktionieren würde und wir bedankten uns. Unser Taxi kam nach kurzer Zeit tatsächlich und für akzeptable €13 incl. Trinkgeld fuhren wir sehr komfortabel zum Campingplatz zurück.

Für den nächsten Tag hatten wir einen Ruhetag geplant, auch, weil es wieder sehr warm werden sollte. Als wir so gemütlich im Schatten hinter unserem Mobil saßen, fuhr auf den Platz vor uns ein Toyota-Pickup mit britischem Kennzeichen und einer Tischer-Kabine. Aber eine aus den Anfängen der Firma, von 1987! Freudiges Erstaunen auf beiden Seiten! Sofort waren die beiden Briten bei uns und hocherfreut, Boxi nicht nur von außen, sondern ausgiebig auch von innen anschauen zu können. Im Gegenzug durften wir dann auch bei ihnen reinschauen. Schon ein gewaltiger Unterschied! Sehr interessant, die Weiterentwicklung in der Technik und der Ausstattung der Wohnkabinen der Firma Tischer zu sehen. Am nächsten Morgen verabschiedeten sich die beiden von uns und meinten, sie seien sich sehr sicher, dass sie in Kreuzwertheim vorbeifahren und sich eine neue Kabine bestellen würden. Vielleicht können sie ihr altes Schätzchen dort in Zahlung geben, als Museumsstück. Smiley

Tischer-Kabine alt + neuTischer-Kabine alt + neuTischer-Kabine alt

EUSA/ORICAIN/PAMPLONA; Campingplatz „Ezcaba“ mit über 500 Parzellen auf Wiese, teilweise schattig unter niedrigen Bäumen, für größere Mobile nur Plätze ohne Schatten; Strom pro Nacht €6 (!); Pamplona in 9km Entfernung, zu erreichen per Bus oder über Radwege (Fahrradverleih am Platz); Restaurant, Schwimmbad, Kinderspielplatz, kleiner Einkaufsladen; mittlere Preiskategorie, ACSI-Vergünstigung vom 1. Sept. bis 30. Juni (€19); ganzjährig geöffnet; Mietunterkünfte

written by Ingrid
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P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Der Pass der freilaufenden Tiere

Trotz des Nebels entdeckten wir die Stromsäulen, die in ausreichender Zahl vorhanden waren. Vier Steckdosen gab es jeweils und an der Säule direkt hinter uns waren drei frei. Also steckten wir unser Kabel an, aber es tat sich nichts. Im Bordatlas stand, dass im Winter nachmittags zwischen 16 und 17 Uhr und morgens zwischen 8 und 9 Uhr jemand käme, um 4 Euro Gebühr einzukassieren und den Stromanschluss freizuschalten. Es war bereits nach 17 Uhr und wir nahmen an, dass der „Strombeauftragte“ schon durch war. Da wir ja nicht unbedingt Strom brauchen, war das nicht tragisch. Wir hofften nur, dass wir nicht am nächsten Morgen so früh geweckt werden würden. Wurden wir, allerdings nicht von jemandem, der Geld von uns wollte. Laut lachen Geweckt wurden wir von Kuhglockengebimmel direkt hinter unserem Heck. Viele Glocken, laute Glocken!!! An Schlaf war nicht mehr zu denken. Hinter unserem Mobil bis zur Felswand war ein Streifen von höchstens zwei Metern Schotter mit wenigen durchgewachsenen Grasbüscheln. Aber da mussten sie unbedingt durch!

Kühe hinter den MobilenKühe hinter den MobilenStellplatz am Col de la Pierre  Stellplatz am Col de la Pierre

Später dann ein Glockenalarm! Was ist jetzt los? Im wilden Galopp kam eine mit Glockenhalsbändern bestückte Ziegenherde den Berg herunter, lief quer über den Parkplatz und verschwand bergab, um sich auf den warmen Steinen niederzulassen. Die Schweine vom Abend zuvor fand Uschi gemächlich in der Sonne liegend vor einer Hütte oberhalb des Platzes wieder, außerdem gab es freilaufende Hühner, Schafe und ein Pferd. Dieses trug ebenfalls eine Kuhglocke (!!!). Die Schweine, die Schafe und die Hühner nicht. Smiley mit geöffnetem Mund Das Pferd durfte aber offensichtlich dann doch nicht frei herumlaufen, es wurde nach kurzer Zeit von einem Jeep abgeholt. Der Fahrer befahl ihm, hinter dem Auto herzulaufen und das Pferd gehorchte tatsächlich!

Kühe am Col de la PierreZiegen am Col de la PierreKuh und Schafe am Col de la PierreSchweine am Col de la PierrePferd am Col de la PierreZiegen am Col de la Pierre

Ein netter Ort! Hier gefiel es uns. Und außerdem schien die Sonne!!! Da wir so hoch waren, blieben die Temperaturen sehr angenehm. Wir beschlossen, ein wenig die Gegend zu erkunden. Eine grandiose Fernsicht bot sich uns, die besonders interessant war, weil vom Tal her schon wieder Nebel aufzog.

Col de la Pierre bei NebelCol de la Pierre bei NebelCol de la Pierre bei NebelCol de la Pierre bei NebelCol de la Pierre bei NebelCol de la Pierre bei Nebel

Auf einem der Hügel war ein Bauwerk zu sehen, das wie ein Fort aussah. Als wir hochgekraxelt waren, entpuppte es sich aber nur als Wasserspeicher.

Wasserspeicher am Col de la Pierrewasserspeicher am Col de la Pierre

Von dort oben konnte man jetzt auch gut die Ausmaße des Skigebietes erkennen. Einen Schlepplift (nicht in Betrieb Zwinkerndes Smiley ) und zwei Sessellifte (in Betrieb) gab es, einige Schneekanonen standen herum, an den Hängen konnte man die Schneisen für die verschiedenen Skipisten erkennen. Mehrere größere Hotels und ein ganzes Bungalowdorf waren für den Besucheransturm des Winters gerüstet.

Blick auf das SkizentrumSkizentrumSki"pistole"SkizentrumSkizentrumStellplatz von obenBungalowdorfBungalowdorf

Schön war es hier oben!

Col de la PierreCol de la PierreCol de la Pierre

Der Ort allerdings bot nicht viel. Kein Vergleich zu deutschen Skigebieten, in denen auch im Sommer etwas los ist. Keine Wanderer. Keine Geschäfte. Ein Supermarkt, eine Menge geschlossener Restaurants und Bars, ein Hüpfkissen, ein Mountainbikeverleih und eine Sommerrodelbahn. Außer den Wohnmobilbesatzungen war hier oben kaum jemand. Mit Glück fanden wir ein offenes Restaurant und bekamen unseren Nachmittagskaffee samt Kuchen. Zu Skigebietspreisen! Die Sonne war inzwischen weg. Wir schafften es gerade noch, vor dem Nebel wieder zu Fix und Boxi zurückzukehren. Sehr dekorativ stand am Ende des Stellplatzes eine weiße Kuh.

Kuh am Col de la PierreKuh am Col de la Pierre

Ich ging extra hin, um sie zu fotografieren. Auf dem Rückweg wunderte ich mich darüber, dass von den Wohnmobilen auf der Talseite des Platzes Stromkabel bis auf unsere Seite gezogen waren, quer über den Fahrbereich. Auch unsere Nachbarn hatten Strom angesteckt. Seltsam! Ja, sie hätten Strom, hieß es. Nein, er koste nichts. Wir probierten es erneut, kein Strom! Der französische Nachbar nahm sein Kabel und probierte alle drei freien Steckdosen an unserer Säule aus. Kein Strom! Er zog das Kabel des anderen Nachbarn ab, steckte seins hinein, Strom! An seiner Säule waren alle Steckdosen belegt und bis zur übernächsten reichte sein Kabel nicht. Aber unseres. Also probierte es Uschi mit unserem Kabel. Erste Steckdose, kein Strom! Zweite Steckdose, kein Strom! Dritte Steckdose, STROM!!! Deswegen wurden also die Kabel über die Straße gezogen! An jeder Säule funktionierte nur ein Teil der Steckdosen. Wie hoch die Absicherung ist, stand nämlich nirgendwo und vermutlich waren an allen nicht funktionierenden einfach nur die Sicherungen rausgeflogen, weil Geräte mit zuviel Watt angeschlossen wurden. Und da im Sommer offensichtlich niemand zum Abkassieren kommt und der Strom nicht freigeschaltet werden muss, kümmert sich auch niemand um defekte Sicherungen. Der Platz ist also im Sommer kostenfrei und Strom gibt es noch gratis obendrauf! Im Winter kostet es laut Plakat allerdings nicht nur 4, sondern 10 Euro (incl. Strom). Direkt hinter uns an der Stromsäule war auch ein unmissverständlicher Hinweis darauf, dass dies ein Stellplatz ausschließlich für Wohnmobile sei und parkende PKW kostenpflichtig entfernt werden würden.

Hinweisschild am Col de la Pierre

So ein Schild würden wir uns für alle Wohnmobilstellplätze wünschen, egal ob in Frankreich oder in Deutschland! Wir schalteten unseren Kühlschrank auf Strom um und genossen den Abend im Nebel mit wechselndem Kuh- und Ziegenglockengeläute. Verwirrtes Smiley

Nebel am Col de la PierreSchafe am Col de la Pierre

nach Spanien über den Col de la Pierre Unsere Frankreich-Diagonal-Tour fand hier ihr Ende. Über den Pass verläuft die Grenze zu Spanien.

Karte Frankreich diagonal

written by Ingrid
photos taken with iPhone and Mobistel Cyrus F9

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen (ist repariert!) und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Diagonal durch Frankreich – 2. Teil

In Valence d‘Agen hat es uns richtig gut gefallen! Bis auf die erste Nacht stand kein anderes Mobil mehr hinter uns, sodass wir uns unbeobachtet in Boxi bewegen konnten. Die nächsten Nachbarn standen auf der anderen Seite des Zufahrtssträßchens ein Stück weiter, da uns gegenüber ja ein PKW abgestellt war. Also alles so, wie wir es mögen!

Bei unserem ersten Stadt-Erkundungsgang hatten wir den Eindruck, dass nicht allzu viel dort los ist. Aber wir fanden eine Boulangerie, in der wir diese sauleckeren französischen Rosinenschnecken kaufen konnten, die ich in meinen früheren Frankreichurlauben lieben gelernt hatte und wir fanden ein Straßencafé zum Café au lait trinken. Mehr wollten wir eigentlich gar nicht. Am Place Nationale stand unverkennbar eine offene Markthalle und auf Nachfrage in einer Boutique erfuhren wir, dass am nächsten Tag Markt sein würde, aber nur der „kleine“ mit Gemüse, Obst und Blumen.

Auf dem Rückweg zum Stellplatz fiel uns ein seltsames rundes Gebilde aus Dachziegeln auf. Ich holte schon mal mein iPhone raus und in dem Moment ertönte der unvergleichliche Sound einer Ente! Umdrehen, strahlen und auf den Auslöser drücken passierte fast gleichzeitig und dem älteren Fahrer zuwinken ging auch noch. Drei, vier Enten haben wir bisher in Frankreich gesehen, sie scheinen ziemlich ausgestorben zu sein oder stehen gewienert und gestriegelt in irgendwelchen Garagen für die Sonntagsausfahrt herum. R4 sieht man noch öfter, aber auch nicht wirklich viele. Bei meinen früheren Urlauben in Frankreich mit der jeweils aktuellen meiner 5 Enten habe ich als Deutsche schon immer ein paar Pluspunkte gesammelt, wenn ich jetzt damit angefahren käme, würden sie mich lieben! Smiley

ENTE!!! :-)

Das runde Gebäude entpuppte sich dann als antikes Waschhaus.

Valence d'Agen (Waschhaus)Valence d'Agen (Waschhaus)Valence d'Agen (Waschhaus)

Am nächsten Tag waren wir bereits um 10 Uhr (!!!) unterwegs zum Markt. Und diesmal brummte die Stadt vor Leben! Ein kleiner Markt nur, aber wir bekamen alles, was wir wollten. Und wo es danach noch einen Kaffee gibt, wussten wir ja auch schon!

Markt in Valence d'AgenMarkt in Valence d'Agen

Valence d'AgenInteressante Skulpturen gab es in der Stadt und teilweise schön restaurierte alte Häuser. Auf dem untersten Foto kann man gut den Unterschied zwischen alt und neu (gemacht) erkennen.

Valence d'AgenValence d'AgenValence d'Agen

Wir hätten es gut und gerne noch ein paar Tage dort ausgehalten, aber wir wollen ja nach Spanien!

So fuhren wir am Sonntag weiter Richtung spanische Grenze. Die nächsten Tage sollte es richtig heiß werden, über 30°C! Dann auf einem staubigen Stellplatz in der prallen Sonne stehen stellten wir uns nicht so prickelnd vor. Wie wäre es denn zur Abwechslung mal mit einem Campingplatz? Rasen als Untergrund wäre auch mal wieder schön, hohe Bäume, ein Fluss, ein See oder wenigstens ein Swimmingpool. 😉 Der ACSI-Campingführer sagte, dass er so etwas für uns habe, bei Aignan. Und so war es dann auch, alle Bedingungen erfüllt, allerdings “nur” ein Pool. Natürlich gibt es die ACSI-Vergünstigung von €17 jetzt nicht, es ist ja Hochsaison. Und dementsprechend bezahlten wir für zwei Nächte dann auch €59,10 incl. Strom. Ein Mobilfunknetz war nur zu erahnen, aber dafür gab es schnelles WLAN, das aber natürlich separat kostete. Der Platz wird von Holländern geführt, alle Beschilderungen sind dreisprachig, französisch, englisch, holländisch. Ein kleiner, liebevoll angelegter Familiencampingplatz mit nur 37 Touristen- und ein paar Dauercamperplätzen. Viele Holländer machen hier Urlaub, hier versteht man sie wenigstens! Wir waren auch froh, englisch statt französisch sprechen zu können. Zwinkerndes Smiley

Es wurde heiß! Aber irgendwo rund um unser quergestelltes Mobil gab es immer Schatten. Abends wollte Uschi outdoor kochen. Da die Schieflage unseres Platzes allerdings nicht ihren Ansprüchen von Pfanne “in der Waage” entsprach, musste ich mich mit einem Käsebrot begnügen. Enttäuschtes Smiley

AignanAignanAignanwer glaubt es?wer glaubt es?

AIGNAN; Campingplatz “Le Domaine du Castex”; am Rande des mittelalterlichen Örtchens Aignan im Grünen mit schöner Weitsicht auf Felder und Hügel; saubere, moderne Sanitäranlagen; kleines Restaurant, Kinderspielangebote, Schwimmbad; viel alter Baumbestand, Plätze mit Grasuntergrund; sehr freundliche Betreiber; vom 1. Sept. bis 20. Okt. und vom 20. März bis 15. Juli ACSI-Vergünstigung (€17); Mietunterkünfte

In der Nacht gab es ein Gewitter, das erste mit heftigem Donner, das wir dieses Jahr erlebt haben. Wir können uns nämlich echt nicht über das Wetter diesen Sommer beschweren, wir haben es, glaube ich, von allen Gegenden Deutschlands am besten getroffen. Sogar in Skandinavien und Nordspanien war es schlechter, wie wir aus einigen Reiseblogs erfuhren. Gut, dass ich die Fotos von unserem Stellplatz noch am Abend zuvor gemacht hatte, morgens war alles noch grau und bewölkt.

Wir fuhren also weiter. Das Gewitter hatte für eine sehr angenehme Abkühlung gesorgt! Tommie führte uns wieder ins Nirgendwo bzw. er versuchte es. Aber nicht mit uns!!! 😉 Uschi setzte sich durch und ich setzte lieber ihre Anweisungen um als Tommies. Unser Zwischen- oder eventuelles Tagesendziel war das Städtchen Arette. Aber erst einmal mussten wir einkaufen. In der nächsten größeren Stadt gab es einen Intermarché Super. Als wir dort ankamen, regnete es in Strömen! Nach erfolgreichem Einkauf stand der Parkplatz unter Wasser und wir mussten im Slalom zu Fix und Boxi zurücklaufen. Wir blieben gleich auf dem Parkplatz stehen und frühstückten. Nicht der schönste Frühstücksplatz, aber wir hatten Hunger! Gleichzeitig konnten wir beobachten, wie direkt gegenüber die kleine (4kg) und die große (8kg) Waschmaschine und der große Trockner (8kg) liefen, entleert und neu bestückt wurden. Wir hatten es schon mehrfach gelesen, dass es diese besonders für Wohnmobiltouristen hervorragende Einrichtung an allen (?) Intermarché-Supermärkten gibt. Und wir können eine weitere Info bestätigen, nämlich, dass man an den Tankstellen, die großen Supermärkten angeschlossen sind, am preiswertesten tanken kann. Die Spanne reicht von €1,169 bis €1,379 (an Normal-Tankstellen) für Diesel. Das ist eine Differenz von bis zu 21 Cent pro Liter!!!

Wir waren nur wenige Kilometer weitergefahren, als wir durch ein vielversprechend aussehendes Dörfchen kamen. Obwohl Tommie diesmal Recht hatte mit seiner Anweisung, bog ich nicht links ab, sondern nach rechts, Richtung Kirche. Die war aber dann gar nicht das Interessanteste, sondern ein großes “Herrenhaus”, das eindeutig bessere Zeiten gesehen hatte. Was für eine Schande, dass ein so tolles Gebäude einfach nur verfällt!

HerrenhausHerrenhausNebeneingang

Gegenüber wurden ausrangierte Telefonhäuschen aus der Vor-Smartphone-Zeit gesammelt, ein Telefonfriedhof sozusagen. Laut lachen

Telefonfriedhof

Hier hätten wir schöner frühstücken können, aber das konnten wir ja nicht ahnen. Das Wetter besserte sich, in Arette fanden wir den ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz, aber er war voll (3 Plätze!) und die PKW-Plätze, auf denen auch noch Wohnmobile standen, waren ziemlich schräg. Es gefiel uns dort nicht wirklich und da es noch früh war, beschlossen wir, nur einen Rundgang durch den Ort zu machen, nach einem Kaffee Ausschau zu halten und dann noch weiterzufahren. Arette wurde als mittelalterliches Städtchen beschrieben, entpuppte sich aber nur als ein winziger Ort mit alten, nicht mitteralterlichen, Häusern. Vor der Kirche fiel uns ein Holznachbau des Kirchturms auf, der auf der Rückseite seltsam “verstümmelt” war. Wir konnten uns (noch) keinen Reim darauf machen. Einen Kaffee bekamen wir dann auch, die Verhältnisse waren fast so wie letzten Sommer in USA, immerhin gab es Porzellantassen! Zwinkerndes Smiley Auf dem Rückweg kamen wir an der Touristen-Information vorbei, sahen drinnen erstaunlich viele Menschen und gingen neugierig hinein. Und hier löste sich das Rätsel des deformierten Kirchturmes! Vom Datum her nur zwei Tage zuvor minus genau 50 Jahre hatte ein verheerendes Erdbeben den größten Teil des Dorfes zerstört.

AretteAretteKaffee nach amerikanischer ArtAretteAretteAretteAretteArette

Etwas betroffen machten wir uns auf die Weiterfahrt. Der Col de la Pierre Saint Martin war unser ausgewählter Weg zur spanischen Grenze. Dort oben, auf fast 1700m, sollte es die Möglichkeit geben, mit dem Wohnmobil übernachten zu können, in einem ausgewiesenen Bereich des Großparkplatzes des angrenzenden Skigebietes.

Les Pyrénées Atlantiqueszum Col de la Pierrezum Col de la Pierre

Schon bald hatten wir keine Zeit mehr, über das Erdbeben von 1967 nachzudenken. Je höher wir kamen, desto nebliger wurde es! Zunächst konnte man die Fahrbahnmarkierung noch gut erkennen, dann immer weniger und zum Schluss so gut wie gar nicht mehr! Wir fuhren nur noch im 1. Gang, versuchten angestrengt, rechts oder in der Mitte weiße Farbe auf dem Asphalt zu entdecken, Uschi sagte mir, was sie auf dem Navi-Bildschirm sah, ob die nächste Kurve nach rechts oder nach links führt. Plötzlich tauchte direkt vor uns eine Kuhherde mitten auf der Straße auf!!! Wir hatten sie eher gehört als gesehen, denn sie trugen dicke Glocken um den Hals. Gemächlich trotteten sie um uns herum. Ein weiteres Auto kam den Berg hinunter und konnte zum Glück unmittelbar vor der letzten Kuh halten. Aber auch der Fahrer hatte offenbar die Hinweisschilder am Straßenrand auf freilaufende Kühe gesehen!

Col de la PierreCol de la PierreCol de la PierreCol de la Pierre

Die letzten Serpentinen noch, jetzt Kühe UND Markierungen suchend, und dann hatten wir die Parkplätze erreicht. Einen Hinweis auf Wohnmobilstellplätze sahen wir, aber keine Wohnmobile. Sollten wir alleine hier oben sein? Wir fuhren langsam weiter, ohne zu wissen, wo wir landen würden. Ein paarmal ging es noch um Ecken, dann ging es nicht mehr weiter. Und siehe da, wir waren nicht allein! Um die 20 Mobile standen schön gleichmäßig verteilt auf dem Platz und wir sortierten uns mit je einem Platz Abstand nach rechts und nach links dazwischen ein. Es gab sogar ein Begrüßungskomitee! Wir wären aber auch ohne keinen Meter mehr weitergefahren!!!

Begrüßungskomitee

ARETTE; Aire de Camping-car „De la Pierre Saint-Martin“, separater, nur für Wohnmobile zugelassener Teil der Parkplätze am Skigebiet; Platz für 40 Mobile auf Asphalt; im Sommer kostenfrei incl. Strom, im Winter €10 incl. Strom; VE kostenfrei; kein Schatten; hervorragender Mobilfunkempfang

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Diagonal durch Frankreich – 1. Teil

Wo wollen wir denn nun eigentlich hin und warum??? Smiley mit geöffnetem Mund

Wir haben eine Einladung von unserem Freund Juan, der über mehrere Jahre an der Rezeption unseres „Heimat“-Campingplatzes „Torre la Sal 2“ gearbeitet hat und unser spanischer Sprachlehrer war, zu sich nach Hause. Das letzte Mal gesehen haben wir uns Anfang 2013 und als wir im nächsten Winter wieder da waren, arbeitete Juan schon nicht mehr dort. Schon lange möchte er, dass wir ihn in seiner Heimat im Norden Spaniens besuchen, aber bisher hat das nicht geklappt, vorrangig, weil wir die letzten drei Winter ja nicht in Spanien waren.

Wir haben uns vorgenommen, endlich auch einmal ausschließlich über Landstraßen durch Frankreich zu fahren. Mit Fix und Boxi geht das ja! Und Zeit genug haben wir auch, zumal wir ja eine Woche eher losgefahren sind als geplant. Bisher ist unser Plan aufgegangen, kleine und kleinste Straßen, was bedeutet, ein Kreisverkehr nach dem anderen, aber auch hübsche kleine, typisch französische Städtchen und Dörfer, über und über mit Blumen geschmückt. Die Landschaftsgärtnereibetriebe in Frankreich müssen gute Geschäfte machen, jedes noch so kleine Dorf hat vom Ortseingang bis zum Ortsausgang alle paar Meter einen Mast mit ein oder sogar zwei Blumenampeln stehen (stellt euch auf dem Foto unten anstelle der Lampen Blumenampeln vor, dann bekommt ihr einen Eindruck), alle Brückengeländer sind mit Blumen behängt und alle Kreisverkehre sind phantasievoll bestückt. Es fahren Stadtbedienstete mit Wassertankwagen durch die Straßen, aus denen heraus die Blumen bewässert werden! Auch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme!

Blumenschmuck statt LampeBlumenschmuck

Unsere erste Etappe war etwas länger, geplante 312km und obwohl wir bereits um kurz nach 10 gestartet waren, brachen wir um 18 Uhr (Frühstücks- und Kaffeepause inclusive), 70km vor unserem Ziel, entnervt ab. Kreisverkehre, Umleitungen, die „französisch“ ausgeschildert waren, über 30°C. Als wir auf den Stellplatz zufuhren, wussten wir, dass wir dort schon mal gewesen waren. Und dann war auch sofort klar, dass wir dort vor Jahren Wulwi kennengelernt haben, einen deutschen Alleinfahrer aussem Pott. Zwinkerndes Smiley

Nach so vielen Stunden sitzen musste ein Spaziergang am Hafen entlang noch sein.

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SEURRE, Aire de Camping-car, Stellplatz für 7 Mobile am Yachthafen, kostenfrei, Strom per Automat (Kreditkarte), VE vorhanden

Am nächsten Tag war unsere Strecke kürzer und ein Gewitter hatte für Abkühlung gesorgt. Wir fuhren nur 120km bis Digoin. Die Zufahrt zum Stellplatz ist nur in einer Richtung erlaubt, also mussten wir erst einmal dran vorbeifahren, wenden und an der oberen Einfahrt ebenfalls vorbeifahren, weil sie aus unerfindlichen Gründen mit Steinen versperrt war. Wahrscheinlich sind zu viele Mobilisten dort trotz Durchfahrtsverbotsschild auch wieder hinausgefahren, was nicht ungefährlich ist, weil sie direkt hinter einer Kurve liegt. (Beim Verlassen des Platzes am nächsten Tag durfte man dann auch nur nach rechts abbiegen und musste auf dem nächsten Betriebsgelände drehen!)

Der Stellplatz liegt sehr schön etwas erhöht direkt an der Loire. Vorgelagert ist allerdings eine große Spiel- und Freizeitanlage, die tagsüber durch Kinder sowie abends und frühmorgens (6 Uhr!!!) durch Jugendliche einen ständigen Lärmpegel darstellt. Den Rest macht dann die wirklich sehr befahrene und laute Straße! So schön die Aussicht ist, ruhesuchend darf man dort nicht sein. Aber da die Stadt sehr überschaubar ist, braucht man nicht länger als eine Nacht dort zu sein.

DigoinDigoinDigoinDigoin

Sehr interessant war der Pont Canal, ein Brückenkanal über die Loire! Erbaut schon 1834 bis 1838, 243m lang mit 11 Brückenbögen. Man konnte auf Fußwegen und über die kleine Schleuse einmal rundherum laufen, was wir natürlich taten. Sogar ein Schiffchen passierte in der Zeit.

Pont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont CanalPont Canal

Dominierend in der Stadt ist die große Kirche, die allerdings von außen schöner ist als von innen, von den interessanten Fenstern mal abgesehen.

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DIGOIN, Aire de Camping-car „Haute Place de la Grève“, Großparkplatz am Ortseingang an der Loire, Platz für 30 Mobile auf Asphalt, kostenfrei, Strom per Automat (nur französische Kreditkarte), VE vorhanden

Und weiter ging es! Das Wetter verschlechterte sich im Laufe des Tages etwas, aber da wir wieder eine etwas größere Etappe mit 255km zu bewältigen hatten, wollten wir nach unserer Ankunft in Drugeac sowieso nicht mehr viel. Wir haben ja immer Sorgen, keinen Stellplatz mehr zu bekommen, immerhin sind wir zur Hoch-Urlaubssaison unterwegs. Und bei kleinen Plätzen mit nur bis zu 10 Stellplätzen könnte es ja schon eng werden. Eng wurde es auch, aber nur, weil drei PKWs neben uns geparkt wurden und sich ein später ankommendes Wohnmobil noch dazwischen quetschte, mit höchstens einem Meter Abstand zu uns! Gut, dass wir eine Hecktür haben! Franzosen haben keine Probleme, ihre Autos auf ausgewiesenen Wohnmobilstellplätzen zu parken, das haben wir nun schon gemerkt und es scheint sich auch niemand darüber aufzuregen. Es regt sich aber auch niemand darüber auf, wenn es etwas enger wird. Und der Kuschelnachbar machte keine Anstalten, sein Mobil noch einmal etwas weiter von uns wegzubewegen, nachdem die PKWs wieder fuhren. So konnten wir schön beobachten, was es bei den Nachbarn zu essen gab. Smiley Später machten sie dann allerdings ihre Rollos hoch, etwas Privatsphäre muss dann wohl doch sein.

Die PKWs waren übrigens dort abgestellt, weil man vom gegenüberliegenden alten Bahnhof mit Draisinen drei verschieden lange Touren fahren konnte, von 7km bis 21km, hin und zurück. Leider regnete es auch am nächsten Morgen, sodass wir weder von den Draisinen noch vom Stellplatz Fotos gemacht haben.

DRUGEAC, Aire de Camping-car „Place de la Gare“, Stellplatz für 8 Mobile auf Asphalt unter Bäumen, kostenfrei, Strom per Automat (Kreditkarte), VE vorhanden

Wir wechseln uns mit dem Fahren ab. Die bessere Variante ist, wenn ich fahre und Uschi mit der Karte auf dem Schoß neben mir sitzt. Unser Tommie ist nämlich absolut überfordert, um es mal nett auszudrücken! Ja, er ist frisch upgedated!!! Bisher hat er Glück gehabt, noch nicht zum Fenster hinaus geworfen worden zu sein! Er behauptet mit überzeugender Sicherheit und voller Autorität, dass wir HIER rechts abbiegen und im nächsten Kreisverkehr die dritte Abfahrt nehmen sollen. Wenn wir dem nicht folgen, weil es laut Karte völlig absurd ist, berechnet er nicht etwa zeitnah die Route neu, sondern nervt über Kilometer damit, dass wir rechts abbiegen sollen, wo es gar keine Straße gibt oder dass wir den nächsten Kreisverkehr 360 Grad umfahren und wieder dahin zurückfahren sollen, wo wir hergekommen sind. Gern leitet er uns auch mal von der Hauptstraße ab, sodass wir plötzlich vor einer Unterführung mit gerade noch 3,30m stehen, um uns dann im Bogen wieder auf selbige Hauptstraße zurück zu führen. Oder er meint, dass einspurige Landsträßchen richtig sind. Wir waren bisher mehr als einmal froh, nicht mit Oscarlotta unterwegs zu sein. Nicht nur, dass wir dann einige Nerven mehr lassen würden, sondern auch, weil ganz viele Ortsdurchfahrten für Fahrzeuge über 3,5t gesperrt sind. Aber auch die Navigation per Straßenkarte gestaltet sich nicht ganz einfach. Die Verantwortlichen für die Nummerierung der diversen Straßen scheinen Abwechslung zu mögen. In überwiegender Zahl haben wir es mit vier (4!!!) verschiedenen Nummern zu tun, eine auf der Karte (neu), eine auf dem Display von Tommie (upgedated) und eine, die die nette, aber sehr autoritäre Sprachausgabe (verpeilt) verkündet. Die vierte steht auf den Schildern am Straßenrand. Wenn wir viel Glück haben, stimmt diese mit dem überein, was Tommie uns erzählt. Dass alle vier übereinstimmen, hatten wir noch NIE!!!

So auch auf der bisher letzten Etappe bis Valence d‘Agen, 284km. Der Vorteil dieser Fahrerei ist, dass wir durch wunderschöne Landschaften kommen, die nicht nur neben der Autobahn an uns vorbeirauschen, sondern die wir wirklich „er“fahren.

Unterwegs

Es ist anstrengender und zeitraubender, aber es lohnt sich. Unser Tageslohn war dann auch der bisher schönste Stellplatz, allerdings kostet er auch etwas, aber nur 5 Euro/Nacht. Angeschlossen ist er an ein ehemaliges Schlachthaus, ein sehr schönes altes Gebäude. Die alten Transportschienen mit den Haken für die geschlachteten Tiere, die noch an der Decke angebracht sind, sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig (vor allem für Vegetarier!), aber da schöne Sanitärräume und Koch-, Spül- sowie Aufenthaltsräume eingerichtet worden sind, kann man mit etwas Wohlwollen darüber hinwegsehen. An der VE-Station stand ein Hinweisschild, das wir so interpretierten, dass in den am Automaten bezahlten 5 Euro zwei Stunden Strom und 15 Minuten Wasserentnahme enthalten sind. Wir lösten also ein Ticket und verschoben Strom auf abends und Wasser auf den nächsten Tag. Am Spätnachmittag tauchte dann allerdings ein freundlicher Franzose auf und kassierte von jeder Wohnmobilbesatzung die Stellplatzgebühr ein. Mit Händen und Füßen, meinen zusammengekratzten Französischkenntnissen und Google Translator wurde langsam klar, dass unsere bezahlten 5 Euro NUR für zwei Stunden Strom und 15 Minuten Wasserentnahme gegolten hätten – und zwar ab Bezahlung! Der nette Franzose erließ uns dann aber eine weitere Bezahlung und meinte nur, dass wir am nächsten Tag bezahlen müssten, falls wir dann noch da seien. Très bien! Merci beaucoup!!! 🙂 Wir wollten sowieso mal einen Ruhetag einlegen und hier sind die Bedingungen ideal. Wir stehen auf einem Randstreifen, sodass nur hinter uns noch ein weiteres Wohnmobil Platz hat (war nur die erste Nacht der Fall), es ist wunderbar ruhig, das Städtchen ist in 5 Minuten zu Fuß erreichbar und ganz nett. Der Stellplatz liegt zwischen der Garonne und einem ihrer Seitenkanäle mit Radwegen. Die Tagesradler stellen auch hier ihre Autos ab, eins steht jetzt schon seit gestern Abend und versperrt den Platz für ein Wohnmobil. Aber der Platz ist nie voll, obwohl er nur für 10 Mobile Stellflächen hat. Auf der anderen Kanalseite findet das jährliche Sommerfestival statt, jeden Abend gibt es eine andere Open-Air-Veranstaltung, mit und ohne Gesang, heute Abend eine Tanzvorführung. Wir stehen weit genug weg, um uns nicht gestört zu fühlen und nah genug, um die Musikdarbietungen genießen zu können. Also wurden aus dem einen geplanten Ruhetag gleich zwei! Noch haben wir Zeit…

Valence d'AgenValence d'AgenValence d'AgenValence d'AgenValence d'AgenValence d'AgenKanalfestivalKanalfestival

VALENCE D‘AGEN, Aire de Camping-car „L‘Abattoir“, Stellplatz für 10 Mobile auf Feinschotter, 5 Euro incl. warmer Duschen, Toiletten (getrennt nach Geschlechtern), Spülküche, Mikrowelle, Aufenthaltsraum, Strom per Automat (Kreditkarte), VE vorhanden, täglich mobiler Bäcker

unsere Route, DIAGONAL!

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.