Die Holländerstadt an der Treene

Lampionfest Am Freitag machten wir schon einmal einen ersten Stadtrundgang durch Friedrichstadt in der Hoffnung, dass es weder anfängt zu regnen noch dass die Stadt schon total überlaufen sein würde. Wir hatten Glück! Auf dem großen Rathausplatz standen zwar schon die ganzen Verkaufsbuden, aber der offizielle Beginn des Lampionfestes war erst um 18 Uhr. So liefen wir die quadratisch angeordneten kleinen Sträßchen ab und erfreuten uns an den hübschen Häusern und dem reichhaltigen Blumenschmuck vor jedem Haus in Form von Wicken und Stockrosen.

Wir kannten Friedrichstadt von unserem vorletzten Winter, den wir in Deutschland verbracht haben, 2009 auf 2010. Das war dieser Ausnahmewinter, als es über Wochen so kalt war, dass nach 30 Jahren mal wieder die Nordsee zufror! Wir strandeten damals in St. Peter-Ording, die Straßenverhältnisse waren so, dass man freiwillig nicht mehr fahren wollte und so blieben wir 4 Wochen auf dem Stellplatz “Reisemobilhafen Sass” stehen, überwiegend ganz allein. Es war kein Schmuddelwetter, die Sonne schien, die Luft war schneidend kalt, die Sicht klar. Wir haben traumhafte Fotos gemacht von bewegtem Salzwasser, das gefroren war. Sie sind in unserem Fotoalbum “Ausnahmewinter 2010” (im Oscarlotta-Blog in der Menüleiste unter “Fotoalben”) zu sehen oder wenn ihr “hier” klickt. Das Archiv vom Februar 2010 zeigt euch die damalige Gesamtwettersituation und ganz am Ende des dritten Beitrags ist unser Album verlinkt (draufklicken!).

Wir waren sehr gespannt, wie Friedrichstadt im Sommer aussieht! Und wir fanden die damals fotografierten Motive wieder, jetzt ein wenig anders ausschauend:

Winter auf dem RathausplatzJahrmarkt auf dem RathausplatzWinter auf dem RathausplatzFestbuden auf dem RathausplatzStadtspaziergang (30a) Stadtspaziergang (30)MS Jupiter im SchneeMS Jupiter im Sommervereist und zugeschneitschwimmend an der Leine

Wir waren kaum wieder auf dem Campingplatz, als es anfing zu regnen. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sah gar nicht gut aus, Sturm, Regen, kalt. Für 21:30 Uhr am Samstag war der Bootskorso des Lampionfestes auf der Mittelgracht geplant, um 22:45 sollte das große Feuerwerk am Wester-Sielzug stattfinden. Gegen 18 Uhr wurden beide Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen abgesagt! Der Sturm blieb (zunächst) aus, der Regen hielt sich in Grenzen, aber grenzenlos war sicher die Enttäuschung bei allen, die sich wochenlang auf dieses Fest vorbereitet hatten und allen, die extra dafür angereist waren. Der Korso hätte evtl. stattfinden können, nicht aber das Feuerwerk, denn zu der Zeit regnete und stürmte es dann wirklich heftigst. Wir standen mit Fix und Boxi auf dem Campingplatz ziemlich geschützt, sodass Big Fix es gut schaffte, sein Schneckenhäuschen festzuhalten. Und wir wurden auch nicht seekrank!

Am Sonntag nahmen wir die Räder und fuhren einfach drauflos. Das ist allerdings nicht so ganz einfach bei einer Stadt, die rundherum von Wasser umgeben ist. So standen wir dann irgendwann auf der anderen Seite der Treene, genau gegenüber der Anlegestelle der Ausflugsschifffahrt. Keine Fähre, keine Brücke, also den gleichen Weg wieder zurück!

von der anderen Seite

In die Stadt strömten unglaublich viele Menschen, an beiden Seiten eines Kanals saßen Erwachsenen und Kinder im Gras, Sanitäter standen bereit. Findet hier irgendetwas statt, wollten wir wissen. Ja, der Bootskorso, die Schiffe sind schon einmal durch und kommen gleich alle noch einmal zurück. Lampionfest im Hellen? Ja, gestern Abend ist es doch ausgefallen, also heute. Ist doch logisch, oder? Feuerwerk gibt es auch noch, um 22 Uhr! Natürlich warteten wir und er war nett, der Bootskorso. Keine Lampions, aber viele vergnügte Menschen, auf dem Wasser und an Land. So war die ganze Vorbereitungsarbeit doch nicht ganz umsonst.

Weil die zahlreichen Fotos, die wir gemacht haben, den Rahmen dieses Blogbeitrags deutlich sprengen würden, können die Unermüdlichen unter euch sich noch das nachfolgende Video vom Korso ansehen und die Fotos davon und von unserem Stadtspaziergang in unserem Album.

written by Ingrid
video taken with iPhone, photos taken by Uschi with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

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Und dann fahr’n wir übern Fluss, übern Fluss und dann fahr’n wir übern Fluss.

Donnerstag ging es dann ein kleines Stück weiter. Nicht dass ihr glaubt, Big Fix wäre überfordert, nein, nein, absolut nicht. Aber wir haben ja URLAUB! Und wieder einmal stellen wir fest, wie gut uns der Norden Deutschlands gefällt, auch wenn das Wetter wechselhaft ist und die Sonne nicht für 30°C sorgt (zum Glück! sagt Ingrid). Der Wind zumindest sorgt für ein ständig wechselndes Wolkenschauspiel und macht den Himmel oft zu einem Gesamtkunstwerk.

Wolkenstimmung

Wir fuhren nur wenige Kilometer an Luise und ihrem “Seefahrer” vorbei, der jetzt mit dem neuen Pächter “Deichhotel-Restaurant Seefahrer” heißt. Unser Lieblingsplätzchen auf Luises Privatgrundstück direkt an der Oste, das sehr begehrt und im Sommer stark frequentiert ist, war leider schon belegt. 😦 (Luise, du solltest eine Warteliste einrichten!)

Es ging also auf direktem Weg zur Fähre Wischhafen/Glückstadt, der einzigen Möglichkeit unterhalb Hamburgs, die Elbe zu überqueren. Kurz vor der Fähre Stau! Wir waren zwar mitten in der Woche unterwegs, aber die Hamburger Autobahnsituation stellt derzeit nicht gerade eine Alternative dar. Wir hatten noch nicht gefrühstückt! Bis zur Fähre dauerte es sicher noch eine Stunde. Der Kühlschrank ist nicht, wie in Oscarlotta, erreichbar, indem der Beifahrer aufsteht und mal schnell ein paar Bütterchen schmiert, was bei dem mehr Stehen als Fahren ja gar kein Problem gewesen wäre. Ihr wißt ja, Boxi = anhalten, aussteigen, Fahrradträger hochklappen. Im Stau nicht so wirklich machbar. Obwohl, die hinter uns hätten ja einfach um uns rumfahren können. Ich überlegte schon, aber da sagte uns unser Tommie, dass ein Wohnmobilstellplatz in unmittelbarer Nähe sei. Uschi stieg aus, gab mir Zeichen, ich scherte aus der Schlange aus, überholte die vor uns fahrenden stehenden PKW, LKW und Wohnmobile und kurz vor dem Verhungern rettete uns ein kleiner, kostenfreier Stellplatz direkt an der Elbe hinter’m Deich. Glück gehabt!!!

Stau vor der Fähre Wischhafen-GlücksstadtStau vor der Fähre Wischhafen-Glücksstadt

Anschließend konnten wir uns problemlos in die am Stellplatz entlangführende Spur für PKW und kleinere Wohnmobile einfädeln, mit Oscarlotta hätten wir zu den LKW nach oben auf die Straße zurück gemusst. Es hat halt alles im Leben seine Vor- und Nachteile! Als vorletztes Fahrzeug passten wir noch auf die Fähre, mit Oscarlotta hätten wir auf die nächste warten müssen. Der Fährmann meinte, da hätten wir aber ein schönes Gefährt! Und als wir ihn anstrahlten und sagten, ja, ganz neu, unsere erste Erprobungsfahrt, lächelte er und wünschte uns mindestens 500000km pannenfreie Fahrt. Und später, als wir die Fähre wieder verließen, winkte er uns zu.

Fähre Wischhafen-GlücksstadtFähre Wischhafen-GlücksstadtFähre Wischhafen-GlücksstadtFähre Wischhafen-Glücksstadt


 
An Itzehoe und Heide vorbei fuhren wir bis Friedrichstadt. Unsere Gesamtkilometerleistung an diesem Tag: 139km! Die Fährfahrt natürlich nicht mitgerechnet! Friedrichstadt hat einen Stellplatz und wenige Meter nebenan einen Campingplatz. Wir wollten auf den Stellplatz “Am Halbmond”, aber das wollten offensichtlich VIELE andere auch. Gut, Friedrichstadt ist ein wirklich hübsches Touristenstädtchen, wir haben Sommer, es ist Urlaubszeit. Aber sooo voll??? Der Grund war das am Wochenende stattfindende Lampionfest mit Bootskorso auf den Grachten, Marktgeschehen, Musikveranstaltungen und Riesenfeuerwerk. Es gab noch ein paar freie Plätze, aber dort hing jeweils schon ein “Reserviert”-Schild. Der Stellplatz macht einen guten Eindruck, ist modern und liebevoll angelegt mit einer vorbildlichen Ent- und Versorgungsstation.

Wohnmobilstellplatz "Am Halbmond"Wohnmobilstellplatz "Am Halbmond"Wohnmobilstellplatz "Am Halbmond"

Aber er war voll, RICHTIG VOLL!!!

Wohnmobilstellplatz "Am Halbmond"

Frederik Auch Frederik hatte keine Chance und so zogen wir gemeinsam um auf den Campingplatz. Oh, es ist Lampionfest am Wochenende, der Platz ist eigentlich voll, ob wir ein großes Wohnmobil haben? Nein, ein gaaanz kleines! Ob wir noch ein Vorzelt aufbauen wollen? Nein, und eine Markise haben wir auch nicht. Gut, dann habe man vielleicht noch ein Plätzchen. unser StellplatzWir quetschten uns zwischen Wohnwagengespanne, wurden später gebeten, doch noch ein wenig dichter an den Nachbarn heranzufahren, damit noch ein weiteres Wohnmobil Platz habe. Die Abstände waren jetzt auch nicht mehr anders als auf dem Stellplatz, aber: Wir haben unsere Tür ja hinten und dort war bis zur Fahrstraße noch reichlich Platz.

Wir schauten uns um und wunderten uns, dass fast alle Nachbarn aus Dänemark kamen. Da wollen wir ja hin, wird da gerade umgebaut oder was?

Ein kleiner Spaziergang auf den Deich musste noch sein, einmal auf die Eider schauen.

DeichblickDistelnHafen mit Blick auf den StellplatzYachthafenEider-Panorama

written by Ingrid
photos and video taken with iPhone and with Canon EOS 600D

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Doch an der Nordsee?!

Verkaufsstände hinter dem Deich Nach unserem etwas kurz ausgefallenen Stadtbummel in Otterndorf fuhren wir noch ein Stück am Stellplatz vorbei in Richtung “Meer”. Hier stehen die Strandkörbe auf der grünen Wiese, Nordseefeeling kommt wirklich nicht auf. Oder doch? Wir kamen an fünf festen Verkaufsständen vorbei und hier war es dann so wie von Nordseebadeorten gewöhnt. Natürlich musste ein Fischimbiss sein, wir hatten bisher, ihr erinnert euch, nur eine Kugel Eis im Hörnchen.
Fischbudelecker!!!

Lecker war’s und Fisch muss sein hier oben und die Pommes waren gnadenlos gut! Sowas gönnen wir uns ja nur selten, denn wirklich gesund geht natürlich anders.

Freizeitanlage "achtern Diek" Bei der Weiterfahrt entdeckten wir eine Hinweistafel auf die große „Freizeitanlage achtern Diek“. Ein sehr großes Gebiet mit einem Campingplatz, mehreren Seen, Wasserläufen, einer Surfschule, Bootverleih, einem großen Kinderspielplatz. Und mit jeder Menge wunderschöner Ferienhäuser!

Ferienhäuser
Wir sind kreuz und quer durchgefahren und es hat uns gut gefallen.
SurfbasisSpielplatz   Blick zum Campingplatz

Eine Besonderheit gab es noch zu bestaunen. Wikipedia sagt dazu:

Auf der Elbe vor Otterndorf versanken oder strandeten in den letzten Jahrhunderten viele Schiffe. Eines dieser Schiffe ist der englische Dampfer Kaffraria. Er strandete am 7. Januar 1891 auf dem Weg nach Hamburg vor Otterndorf beim Glameyer Stack. Seine Ladung bestand aus Glas- und Steingutwaren, Haus- und Küchengeräten, Kinderspielzeug, Wolle sowie Werkzeugen aller Art und Hausbrandkohle aus Hull/England. Die wertvolle Ladung wurde zügig, teilweise legal, aber auch illegal, von den Anwohnern der Strandungsstelle entladen, bevor das Schiff wenig später in der Elbe versank. 1984 wurde es auf Anweisung des Wasser- und Schifffahrtsamts Cuxhaven geräumt, da es eine Gefahr für die Kleinschifffahrt war. Das Heckteil mit dem Ruderblatt und der Schraube wurde am Strandgebiet „See achtern Diek“ aufgestellt.

Wrackteil der Kaffraria

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Otter in Otterndorf

Otter in Otterndorf Man sollte meinen, wenn eine Stadt so heißt, dass es dort dann Unmengen von Fischottern gibt. Gesehen haben wir allerdings nur diese zwei! Wir hoffen, dass alle anderen nicht zu Pelzmänteln verarbeitet wurden!

Otterndorf ist ein hübsches, etwas verschlafenes kleines Städtchen. Oder lag unser Eindruck daran, dass 1. Mittagszeit war und 2. Mittwochnachmittag? Wir wollten eigentlich vom Stellplatz aus mit der Bimmelbahn reinfahren. Die kam uns auch entgegen, fuhr aber in eine zweistündige Mittagspause. Die Alternative wäre der Pony-Express gewesen, fährt halbstündig rein und halbstündig raus, das letzte Mal aber schon um 16 Uhr. Das erschien uns zu knapp (hätte dicke gereicht!), also gingen wir zum Stellplatz zurück und nahmen die Räder. Viel zu berichten gibt es nicht, es gab einen Kaffee, es gab ein Eis auf die Faust und viele schöne Häuser, die ihr nun zu sehen bekommt. 😉

Häuserensembleblühendes OtterndorfOtterndorfer TeehausOtterndorfer TeehausLateinschuleLateinschuleLateinschuleOtterndorfer GiebelhäuserOtterndorfer GiebelhausSinnspruchSinnspruchOtterndorfer AltstadtstraßeVorgartenidyllevor der HaustürHausTürRathaus von der SeiteVerkünder undZuhörer

written by Ingrid
photos taken with iPhone

P.S.: Wie immer könnt ihr die Fotos durch anklicken auf Originalgröße bringen und den Fototext lesen, wenn ihr den Mauszeiger auf das Foto führt.

Dicke Pötte gucken in Otterndorf

Sonnenuntergang Die Alegría Ranch legte sich noch einmal so richtig ins Zeug und schmückte sich mit wunderschönen Reflektionen der untergehenden Sonne. Ulrich und Maria bewirteten uns ein letztes Mal auf ihrer Terrasse.

Alegría Ranch Alegría Ranch

Nach fast einer Woche sind wir dann heute freiwillig und vorsichtshalber weitergefahren, bevor die Rechnung unbezahlbar wurde. Ulrich schreibt alles auf eine Tapetenrolle, zusammen mit seinen Arbeiten, die er an Enti noch ausführen wird. Oh je, was wird da auf uns/mich noch zukommen???

Windmühle in Hage Die höchste Windmühle Ostfrieslands in Hage ließen wir links liegen. Es gibt in Hage übrigens auch einen Hagebaumarkt. Wer aber nun glaubt, der heiße so, weil er in Hage entstanden ist, irrt sich. Ist nur Zufall!

Diesmal durfte ich Big Fix fahren, von Enti hatte ich mich verabschiedet, sie bleibt ja erst einmal in Ulrichs Obhut. Unsere erste Fahrt gemeinsam mit Big Fix und Boxi! Wir fuhren ganz gemütlich über schöne Landstraßen, manchmal im Wortsinne, wenn wieder unüberholbar ein riesiger Traktor mit Anhänger kilometerweit vor uns hertrödelte. Nach knapp 200km hatten wir unser Etappenziel erreicht, das “Nordseebad” Otterndorf. Von Nordsee ist hier allerdings noch nichts zu sehen, dafür aber von der Elbe. Etwas weiter westlich liegt Cuxhaven, etwas weiter östlich mündet die Oste in die Elbe. Stellplatz SeglertreffDer Stellplatz “Am Seglertreff-Kiosk” (Bordatlas 2015, S. 344) liegt direkt hinter dem Deich und bietet Platz für ca. 15 Mobile. Wir stehen schön am Rand unter Bäumen mit Blick auf ein privates Wiesengrundstück und freuen uns, dass wir solch ein kleines Reisemobil haben!
Stellplatz SeglertreffStellplatz SeglertreffBimmelbähnchenOtterndorf

Ein erster Gang führte uns an die Elbe, wo reger Sommerbetrieb herrschte mit Kite-Lehrgängen an Land und im Wasser, Radfahrern, Spaziergängern mit und ohne Hund UND glücklichen Kindern an einem winzigen Elbe-Sandstrand. Riesige Containerschiffe zogen erstaunlich schnell vorbei. Wir schnupperten seit langer Zeit mal wieder Nordseeluft, saßen auf den Steinen der Strandbefestigung und waren so glücklich wie die Kinder, die im Sand buddelten!

Blick über den Yachthafen zur ElbeElbestrand

Otterndorf Und die Häuser hier! Sucht noch jemand ein neues Betätigungsfeld? Das Restaurant “Zur Schleuse” ist zu kaufen! Drinnen sieht alles so aus, als ob es nur Ruhetag hätte. Sogar ein “Reserviert”-Schild steht noch auf einem Tisch!

Restaurant "Zur Schleuse"Restaurant "Zur Schleuse"Restaurant "Zur Schleuse"

written by Ingrid
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3. Etappe bis zur Alegría Ranch

Zeltplatz 'Heidesee' Bei schönstem Wetter starteten wir am Mittwoch vom Heidesee aus zu unserer vorerst letzten Etappe. Zeltplatz 'Heidesee'Der Taucher verabschiedete uns sehr freundlich und wir versprachen, irgendwann mal wieder vorbeizukommen.

Über leere Autobahnen (A1, A29) und Bundesstraßen fuhren wir die verbleibenden nur noch 173km. Auf der A29 lief Enti mit fast 110km/h so schnell wie nie. Ich glaube, sie erinnerte sich daran, dass sie früher auf dem Weg nach Borkum hier schon gefahren war. Nach Borkum wollten wir dieses Mal aber nicht. Um halb fünf rollten wir mit den letzten Benzintropfen auf den Hof der Alegría Ranch. Alegría RanchDie liegt in der Gegend Norden/Norddeich und gehört Freunden von uns. Das letzte Mal waren wir 2011 hier, es wurde also mal wieder Zeit. Ulrich und Maria haben sich hier ihr kleines Paradies geschaffen, mit “nur” noch 5 Hunden (Kiko ist leider Anfang des Jahres gestorben), einem Kater, 2 Pferden, einem Pony und jeder Menge Land. Die Alegría Ranch ist ein ehemaliger kleinerer Bauernhof mit den üblichen Nebengebäuden, sodass es einen Pferdestall gibt, eine Garage und eine große Werkstatt. Dazu natürlich einen wunderschönen naturbelassenen Bauerngarten.

Alegría RanchAlegría Ranch Alegría Ranch Alegría RanchAlegría RanchAlegría Ranch (Karla)Alegría Ranch Alegría Ranch   
Im Haus selbst haben Ulrich und Maria im Laufe der Jahre Zimmer für Zimmer sehr schön renoviert, ausbaufähig wäre noch der gesamte Dachstuhl. Viel Platz ist wichtig, nicht nur wegen der Tiere, sondern vor allem, weil Ulrich ein passionierter Sammler von Zwei- und Vierrädern ist, die teilweise behalten, teilweise restauriert und wiederverkauft werden. Ente hat AuaVor 9 Jahren hatte er Enti schon einmal “in den Fingern” und 2006 haben die beiden uns auf der Schwäbischen Alb besucht, damals noch mit ihrem Wohnmobil und haben mir meine Ente, die bis da immer noch in Bochum in der Garage gestanden hatte, mitgebracht, mit Hilfe von Freund Manni, der Enti 500km am Stück fuhr. Mit offenem Dach, es war Sommer, ohne Mütze und mit entsprechendem Sonnenbrand auf der Stirn! Ulrich hat schon ein paar Enten restauriert und wird sich jetzt meiner Ente, seiner “Patenente” annehmen.

Alegría Ranch (Pferdestall)  
Die befindet sich hier in guter Gesellschaft und wird sich so sicher nicht langweilen!

Fahrräder verschiedenen AltersHercules-Roller von 1974Adler-Motorrad von 1952Adler-Motorrad von 1952Adler-Motorrad von 1952Adler-Motorrad von 1952

Kofferträgerentrostung Ich habe auf Anweisung von Ulrich schon einmal meinen angerosteten Kofferträger bearbeitet.

Unser Stellplatz lässt keine Wünsche offen. Wir stehen sauber und eben auf Pflastersteinen, haben Schatten von den großen Bäumen, Strom, VE, Familienanschluss. Irgendeiner von den Hunden will immer gekrault werden, abends werden wir bekocht und sitzen gemütlich auf der Veranda. Was will man mehr? Allerdings wissen wir noch nicht, wie die Abschlussrechnung ausfällt!!! Nach hinten raus ist die Aussicht so: Uschi beim Kaffeeplausch

Zur anderen Seite sieht man zur Pferdeweide, wo Sultan, Mary und Mäxchen stehen.

Weg zur PferdeweideMarySultanMäxchenMäxchenWeg von der Pferdekoppel zurückunser Stellplatz

Also, schöner geht es doch wohl nicht, oder? Dazu ist die Nordsee nur 10-15km entfernt, je nachdem, ob man mit dem Rad oder mit dem Auto fährt. Wir haben schon angedroht, dass wir sicher noch 3 Wochen bleiben werden! 😉

die Hundemannschaft

written by Ingrid
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2. Etappe bis zum Heidesee

Am Dienstag ging es weiter. Die 2. Etappe hatten wir kilometermäßig etwas kürzer gewählt. Im Prinzip hätten wir auch in einem Rutsch bis zu unserem Zwischen-/Endziel fahren können, zumal Enti ja so gut lief, aber wir haben ja Urlaub! Also fuhren wir nur 206km bis zum “Ferienparadies an der A1 in den Dammer Bergen”, dem “Zeltplatz Heidesee” in Holdorf. Wir wurden sehr freundlich vom Stellplatzbetreiber begrüßt, haben erst einmal schön auf der Terrasse mit Blick auf den Badesee einen Kaffee getrunken, dann wurde die Ente ausgiebig bewundert wie immer bei Menschen eines bestimmten Alters. Eine Ente habe er nie gefahren, nur R4. Unserer Bitte, die Ente neben uns parken zu dürfen, wurde nach kurzen Überlegungen entsprochen. Es gibt auf diesem kleinen Camping-/Zeltplatz zwei Bereiche, eine große Wiese für Zelte, Wohnwagen oder Wohnmobile, wo PKWs aus Lärm- und Platzgründen nicht erwünscht sind und eine kleine Wiese für 12 Wohnmobile. Da dort nur ein einziges Wohnmobil stand, durften wir Enti mit dort hinstellen. Wir sollten sie sogar nicht hinter Boxi verstecken, sondern vom Weg aus schön sichtbar präsentieren. Das machten wir doch gerne!

Zeltplatz 'Heidesee'Gaststätte und Terrasseauf der TerrasseSanitärgebäudeVE, Müll und ChemietoilettenentleerungZeltplatz 'Heidesee' (Womo-Platz)

Obwohl das Wetter nicht besonders gut war und es immer noch ein wenig nach Regen aussah, starteten wir einen Spaziergang rund um den Badesee – barfuß im Wasser – und beendeten ihn trockenen Hauptes mit sandigen Füßen. Aber es war so wohltuend, mal wieder barfuß durch Wasser und Sand laufen zu können! Der Badesee ist ein “Abfallprodukt” des Autobahnbaus, der Sand wurde ausgebaggert und das Loch füllte sich mit Grundwasser. Der Eintritt ist für die Campingplatzbenutzer im Preis inbegriffen und der See ist sehr beliebt als Tauchrevier und natürlich bei Familien mit (kleinen) Kindern.

HeideseeZeltplatz 'Heidesee'

Am nächsten Morgen schien die Sonne wieder (deswegen seht ihr das schönere Seefoto und nicht das vom Vortag). Ein mitfühlender Mensch und Tierfreund hatte Enti etwas Reiseproviant auf die Kühlerhaube gelegt! Da konnte für die 3. und letzte Etappe ja eigentlich nichts mehr schiefgehen.

EntenfutterEntenfutterEntenfutter

written by Ingrid
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